Union Berlin vor wegweisendem Spiel gegen Kiel: "Favoritenrolle gilt nicht"
Von Thomas Flehmer
Berlin - Das Hinspiel hat Union Berlin in Kiel gewonnen, von verteilten Rollen will Steffen Baumgart (53) im Vorfeld aber nichts wissen - und schaut nach Frankfurt.

Die Eisernen bereiten sich vor dem 24. Spieltag der Bundesliga auf zwei Ebenen vor.
Für die Mannschaft steht die Heimpartie gegen Holstein Kiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) im Stadion An der Alten Försterei an, für den Verein geht es um Punkte beim DFB-Bundesgericht nach dem Feuerzeugwurf-Eklat im Heimspiel gegen den VfL Bochum.
"Die Entscheidung, was in Frankfurt passiert, ist nicht relevant für das Spiel. Da müssen wir uns überraschen lassen. Aber die Entscheidung wird Auswirkungen haben", sagte Baumgart auf der Pressekonferenz am Freitag.
Bei der Einspruchsverhandlung kämpfen die Köpenicker gegen die Spielwertung von 2:0 für den VfL.
Union-Coach Steffen Baumgart warnt vor kampfstarken Störchen

Der 53-Jährige versucht, die zu erwartenden Urteile auszublenden und konzentriert sich auf das Spiel gegen den Tabellenletzten.
Trotz der elf Punkte Abstand zum Aufsteiger aus Schleswig-Holstein sieht der 53-Jährige keine besondere Rollenverteilung - schon gar nicht nach der 0:6-Niederlage bei Borussia Dortmund vom vergangenen Wochenende, die für Baumgart aber nach der Analyse zu den Akten gelegt wurde.
"Eine Favoritenrolle in der Bundesliga gilt für uns nicht", sagt der Coach, "wir wollen unsere Heimspiele mit aller Macht gewinnen, egal wer kommt."
Der Hauptübungsleiter verweist auf die Tugenden der Kieler, die selbst nach hohen Rückständen nicht aufgeben zu kämpfen und selbst bei Bayern München nach einem 0:4-Rückstand beinahe noch zum Punktgewinn gekommen wären. Baumgart will, dass seine Mannschaft dagegenhält: "Wir müssen die eigenen Stärken auf den Platz bekommen."
Titelfoto: Axel Heimken/dpa, Andreas Gora/dpa (Bildmontage)