Vorwürfe häuslicher Gewalt: Brasilien schmeißt Starspieler aus dem Team!
Belém (Brasilien) - Paukenschlag bei der Seleção! Die brasilianische Nationalmannschaft bereitet sich aktuell auf die WM-Qualifikationsspiele gegen Bolivien und Ecuador vor, doch der Fokus liegt nicht nur auf dem Fußball. Antony (23), Flügelspieler von Manchester United, wurde kurzfristig aus dem Kader geworfen - wegen Vorwürfen häuslicher Gewalt!
Schon im Juni kamen erste Meldungen auf, dass der Brasilianer seine Ex-Freundin Gabriela Cavallin (23) misshandelt und bedroht haben soll, nachdem diese Anzeige bei der Polizei erstattet hatte.
Am vergangenen Montag erhärteten sich dann die Vorwürfe, als ein Interview mit Cavallin bei UOL erschien, in dem die DJane auch Fotos von Verletzungen sowie eindeutige Textnachrichten teilte. Auch Globo Esporte liegen die Dokumente vor.
Antonys Ex-Partnerin hatte über den Zeitraum mehrerer Monate hinweg Verletzungen unter anderem am Kopf und den Fingern dokumentiert sowie Nachrichten aufbewahrt, in denen der Fußballer ihr den Tod wünschte und sich für körperliche Angriffe entschuldigte.
Die Beweise wurden offenbar bereits der Polizei übergeben, als Cavallin Anzeige gegen Antony erstattete, nun gelangten sie an die Öffentlichkeit.
Daraufhin reagierte der brasilianische Fußballverband CBF prompt - und strich Antony aus dem Kader für die anstehenden Länderspiele!
Antony leugnet die Vorwürfe gegen sich
"In Anbetracht der am Montag (04.09.) bekannt gewordenen Tatsachen im Zusammenhang mit dem Stürmer Antony von Manchester United, die untersucht werden müssen, und zum Schutz des mutmaßlichen Opfers, des Spielers, der brasilianischen Nationalmannschaft und des CBF teilt der Verband mit, dass der Spieler aus der brasilianischen Nationalmannschaft gestrichen wurde", erklärte der CBF in einer Mitteilung.
Für den 23-Jährigen wurde stattdessen Gabriel Jesus (26) vom FC Arsenal nachnominiert.
Antony selbst meldete sich daraufhin in seiner Instagram-Story zu Wort und leugnete die im Raum stehenden Vorwürfe.
"Aus Respekt für meine Fans, Freunde und Familie fühle ich mich verpflichtet, öffentlich über die falschen Anschuldigungen zu sprechen, von denen ich Opfer geworden bin", schrieb der Rechtsaußen.
Er könne nicht konkret über den Fall sprechen, da gerade eine polizeiliche Ermittlung laufe, er sei jedoch zuversichtlich, dass die Beweise zeigen würden, dass er unschuldig sei.
"Meine Beziehung zu Gabriela war turbulent, mit Beschimpfungen auf beiden Seiten, aber ich habe nie körperliche Aggressionen ausgeübt."
Er vertraue darauf, dass die laufenden Ermittlungen seine Unschuld beweisen würden.
Titelfoto: ADRIAN DENNIS / AFP