Verbannten Heimfans aus Patsche geholfen: Ultras sorgen mit Material-Sprint für kuriose Szene

Genf (Schweiz) - Nach den Ausschreitungen im Léman-Derby hatten die Schweizer Behörden hart durchgegriffen und den Fußball-Erstligisten Servette FC mit einem Anhänger-Ausschluss bestraft. Zum Heimspiel gegen den BSC Young Boys am Dienstagabend blieb die eigene Kurve zu. Ultras des Genfer Klubs stellten sich jedoch quer, bäumten sich gemeinsam mit der aktiven Fanszene aus Bern gegen das Verbot auf.

In den Farben getrennt, in der Sache vereint! Die aktive Fanszene aus Bern solidarisierte sich mit den Servette-Fans. (Symbolbild)
In den Farben getrennt, in der Sache vereint! Die aktive Fanszene aus Bern solidarisierte sich mit den Servette-Fans. (Symbolbild)  © SEBASTIEN BOZON / AFP

Trotz Verbots verschafften sich Teile der Heim-Anhängerschaft Tickets für das Duell mit dem amtierenden Meister, wichen dabei auf Nebentribünen aus.

Aufgrund strikter Einlasskontrollen war es den Fans allerdings nicht möglich, das zur Unterstützung benötigte Material mit auf die Ränge zu nehmen.

Folglich stand man zunächst mit leeren Händen da. Dies änderte sich jedoch kurz vor Anpfiff der Partie - dank der mitgereisten YB-Anhänger.

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Zwei Vermummte verschafften sich nämlich unerlaubt Zugang zum Stadion-Innenraum und besorgten der Heim-Szene mit einem beherzten Sprint alle zum Support benötigten Utensilien.

Festghalten wurde die kuriose Szene übrigens auch auf Kamera, findet sich ein Video davon auf unterschiedlichen Social-Media-Kanälen wieder.

Neben Megafon und Trommel überbrachte ihnen das Duo zudem auch deren eigene Zaunfahne zur optischen Untermalung. Wie TAG24 aus Fankreisen erfuhr, hatten sie diese von den Genfern ausgehändigt bekommen und mit in die Arena genommen.

Fan-Ausschluss nach Ausschreitungen im Léman-Derby

Gespielt wurde übrigens auch noch: Durch den Treffer von Christian Fassnacht (41. Spielminute) setzte sich Bern am Ende hauchdünn mit 1:0 beim Tabellenführer durch - und gestaltet das Titelrennen in der Promotion League damit ein ganzes Stück spannender. Gleich sechs Vereine greifen nämlich nach dem Coup, können allesamt Meister werden.

Im März dieses Jahres war es im Léman-Derby zwischen FC Lausanne-Sport und Servette FC zu Ausschreitungen beider Fanlager gekommen, woraufhin die jeweiligen Behörden beide Klubs mit einer Sperre der Kurve für je ein Heimspiel bestraft hatten.

Titelfoto: SEBASTIEN BOZON / AFP

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