Brot einfrieren leicht gemacht - So bleibt es lange frisch
Vor Feiertagen, Familienfesten oder Grillabenden wird gern mal etwas mehr Brot eingekauft. Schließlich möchte man alle seine Gäste satt bekommen. Hat man sich dann doch verschätzt, kann man das übrig gebliebene Brot einfrieren.
Im Ratgeberbereich Küchenwissen gibt's noch mehr informative Tipps.
Warum sollte man Brot einfrieren?

Brot und Brötchen schmecken frisch und knusprig immer noch am besten, ganz gleich ob sie selbstgebacken oder beim Bäcker gekauft wurden.
Nur leider bleiben die Backwaren nicht allzu lange so frisch und werden schnell hart und trocken. Daher sollten sie möglichst kühl, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. Dafür eignen sich Brottöpfe sowie Brotkästen aus Keramik, Holz oder Ton besonders gut.
Doch auch bei optimalen Lagerungsbedingungen wird das Brot früher oder später altbacken und fängt im ungünstigsten Fall vorzeitig an zu schimmeln. Zeigen sich solch weiße bis grünliche Flecken muss das ganze Brot entsorgt werden, da die Schimmelsporen bereits das gesamte Lebensmittel durchzogen haben können.
Um dieser Verschwendung entgegen zu wirken, kann man zuviel vorrätiges Brot einfrieren. Damit sollte man aber nicht zu lange warten, denn je frischer die Backware tiefgefroren wird, desto besser schmeckt sie nach dem Auftauen.
Ganzes oder geschnittenes Brot einfrieren
Brot kann sowohl als ganzer Laib als auch in Scheiben eingefroren werden.
Der entscheidende Vorteil von in Scheiben geschnittenem Brot ist, dass es sich später ganz nach Bedarf portionsweise auftauen lässt. Zudem kann es meist platzsparender im Gefrierfach verstaut werden.
Allerdings verliert ein ganzes Brot weniger Feuchtigkeit und trocknet daher nicht so schnell aus.
Brot einfrieren: So geht's richtig

1. Portionieren
Das Brot mit einem sauberen Messer halbieren oder in einzelne Scheiben schneiden. Bei ausreichend Platz kann es auch im Ganzen bleiben.
2. Luftdicht verpacken
Das Brot in einen Gefrierbeutel legen, die Luft ausstreichen und anschließend gut verschließen. Alternativ zu den Plastikbeuteln können auch Bienenwachstücher, Edelstahl- oder Glasboxen sowie geeignete Stoffbeutel verwendet werden.
3. Einfrieren
Das Brot kann nun ins Gefrierfach gelegt werden.
Tipp: Auf dem Produkt sollte das Einfrierdatum vermerkt werden. Dadurch hat man einen besseren Überblick über die verbleibende Haltbarkeit.
Gefrierbrand vermeiden: Darauf ist zu achten

Als Gefrierbrand werden ausgetrocknete, verfärbte Stellen meist am Rand bei tiefgefrorenen Lebensmitteln bezeichnet. Auch wenn Gefrierbrand nicht gesundheitsschädlich ist, so leiden dennoch Qualität und Geschmack des Gefrierguts darunter. Die betroffenen Stellen können bei der Zubereitung zäh werden.
Gefrierbrand entsteht, wenn Wasser verdunstet. Das kann bei undichten Verpackungen sowie durch unnötiges Öffnen des Gefrierfachs passieren.
Weiße Flecken am gefrorenen Brot sind also kein Schimmel, sondern Gefrierbrand bzw. kleine Eiskristalle. In der Regel verschwinden diese, wenn das Brot aufgetaut ist.
Um Gefrierbrand bei Brot zu vermeiden, muss das Lebensmittel richtig luftdicht verpackt sein. Außerdem sollte der Gefrierschrank möglichst selten und dann auch nur kurz geöffnet werden.
Lesetipp: Ideen und Rezepte für die einfache und leckere Verwertung von altem Brot gibt's in diesem Beitrag.
Brot auftauen

Gefrorenes Brot und gefrorene Brötchen können einfach bei Zimmertemperatur aufgetaut werden. Hierzu nimmt man die Backware aus dem Beutel bzw. Gefäß und lässt sie abgedeckt unter einem Tuch liegen. Dieses kann überschüssige Feuchtigkeit aufsaugen.
Einzelne Brotscheiben benötigen etwa zwei Stunden, während ein ganzer Brotlaib mindestens fünf Stunden braucht. Diesen kann man daher gut über Nacht auftauen lassen.
Damit das Brot wieder knusprig und wie frisch vom Bäcker schmeckt, kann man es bei etwa 150 bis 200 Grad für wenige Minuten im Backofen aufbacken. Es wird empfohlen, die Oberfläche des Brotes mit etwas Wasser zu befeuchten. Ähnliches gilt übrigens, um Brötchen vom Vortag wieder knackig frisch zu bekommen.
Noch einfacher geht es mit einzeln tiefgefrorenen Brotscheiben. Diese kann man nämlich schnell und mühelos im Toaster auftauen.
FAQ: Häufig gestellte Nutzerfragen zum Thema Brot einfrieren

Wie lange ist eingefrorenes Brot haltbar?
Ein ganzer Brotlaib hält sich in der Tiefkühltruhe etwa vier bis sechs Monate. Brotscheiben sollten dagegen nur ungefähr ein bis drei Monate im Gefrierfach aufbewahrt werden.
Wie lange ist Brot nach dem Auftauen haltbar?
Prinzipiell sollte Brot innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden, damit Frische und Geschmack nicht verloren gehen. Das gilt auch für aufgetautes Brot.
Was tun, wenn das Brot nach dem Auftauen trocken ist?
Je nach Brotsorte oder wie luftdicht die Backware verschlossen wurde, kann das Brot nach dem Auftauen zu trocken sein. Damit es wieder frisch wird, benetzt man es von allen Seiten mit etwas Wasser und legt es für etwa fünf Minuten bei 180 Grad in den Backofen.
Kann man alle Brotsorten, also auch Toastbrot einfrieren?
Grundsätzlich lässt sich jede Brotsorte einfrieren und bleibt dadurch länger haltbar. Dazu zählen insbesondere Toastbrote, Sauerteig-, Roggen- und Vollkornbrote sowie Baguette und Ciabatta. Milch- und eihaltiges Gebäck wie beispielsweise Brioche und Hefezopf können zwar auch eingefroren werden, verlieren jedoch nach dem Auftauen möglicherweise an Qualität und Geschmack.
Kann man aufgetautes Brot erneut einfrieren?
Ja. Bei Brot bestehen keine gesundheitlichen Risiken durch ein zweites Einfrieren. Das gilt natürlich nur dann, wenn es keim- und schimmelfrei ist.
Kann man belegtes Brot einfrieren?
Tatsächlich lautet die Antwort hier: Ja. Die geschmierten und belegten Brotscheiben oder Brötchen werden dazu in Frischhaltefolie fest eingewickelt und ins Gefrierfach gelegt. Dort bleiben sie bis zu 14 Tage haltbar.
Fazit:
Ob Krustenbrot, Weizenbrot, Roggenbrot oder frische Semmeln: Brot lässt sich problemlos einfrieren und bleibt so länger haltbar. Damit die Qualität am Ende nicht leidet, sollte es jedoch möglichst frisch und luftdicht verpackt ins Gefrierfach gelegt werden.
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