Preise für Lebensmittel steigen wieder an: Inflation in Bayern sinkt nur langsam

Von Christof Rührmair

Fürth - Die Inflation in Bayern sinkt. 2,4 Prozent im Februar sind der zweite Rückgang in Folge, wie aus vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik hervorgeht.

Kleine Geldbeutel werden auch weiterhin nicht geschont: In Bayern haben sich Nahrungsmittel auf Jahressicht überdurchschnittlich verteuert.
Kleine Geldbeutel werden auch weiterhin nicht geschont: In Bayern haben sich Nahrungsmittel auf Jahressicht überdurchschnittlich verteuert.  © Bernd Weißbrod/dpa

Im Januar hatte die Inflation noch bei 2,5, im Dezember bei 3 Prozent gelegen.

Nahrungsmittel entziehen sich dem Trend allerdings. Sie verteuerten sich auf Jahressicht mit 3,7 Prozent überdurchschnittlich. Obst und Gemüse legten sogar um gut sieben Prozent zu.

Olivenöl war dagegen fast ein Viertel billiger als vor einem Jahr. Einen überdurchschnittlichen Anstieg gab es unter anderem noch bei Pauschalreisen und Wohnungsnebenkosten, die um 6,9 beziehungsweise 5,6 Prozent teurer wurden.

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Dass die Inflation dennoch zurückging, verdanken die Verbraucher unter anderem gesunkenen Kosten für Haushaltsenergie.

Insgesamt gingen diese auf Jahressicht um 2,9 Prozent zurück, bei Heizöl waren es sogar 6,4 Prozent. Strom verbilligte sich um 2,3 Prozent, Erdgas um 0,8.

Bekleidung und Schuhe sowie Möbel und anderes Haushaltszubehör wurden etwas günstiger. Ebenso der Bereich Post und Telekommunikation. Die Nettokaltmieten blieben mit 1,8 Prozent Anstieg unter der Gesamtinflation.

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

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