Schrecklicher Unfall auf A94: Sieben Menschen tot, kleines Kind (†6) unter Opfern
Waldkraiburg - In Bayern ist es auf der A94 zu einem schweren Unfall mit mehreren Toten und Verletzten gekommen.
Laut Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ereignete sich der Crash im Freistaat am Freitag etwa gegen 3.15 Uhr in Fahrtrichtung München auf Höhe der Anschlussstelle Ampfing/Waldkraiburg.
Nach dem aktuellen Erkenntnisstand haben sieben Menschen ihr Leben verloren, 16 weitere teils schwere Verletzungen erlitten. In dem Unfallwagen waren auch mehrere Kinder, ein sechs Jahre altes von ihnen befindet sich unter den Todesopfern.
Die Verletzten wurden mit Rettungsfahrzeugen und vier Rettungshubschraubern in Kliniken gebracht.
Die Fahrbahn der A94 in Richtung München musste für mehrere Stunden für den Verkehr komplett gesperrt und eine Umleitung ab der Anschlussstelle Mühldorf-West eingerichtet werden. Es kam deshalb zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Mutmaßlicher Schleuser nach dem Unfall auf A94 in Bayern von Polizei festgenommen
Kurz vor dem schweren Zwischenfall im Landkreis Mühldorf am Inn war einer Streifenwagenbesatzung der Bundespolizei das mutmaßliche Schleuserfahrzeug mit österreichischer Zulassung auf der Autobahn aufgefallen. Es sollte kontrolliert werden.
Der Fahrer (24) des ins Visier der Beamten geratenen Mercedes Vito habe laut Polizeiangaben statt anzuhalten beschleunigt und so versucht, sich einer Überprüfung zu entziehen, an der Anschlussstelle allerdings die Kontrolle verloren. Der Mercedes, in welchem sich 23 Personen befanden, kam daraufhin von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.
Der 24-Jährige wurde festgenommen, wie es am Mittag hieß. Er befindet sich jedoch noch zur Behandlung in einem Krankenhaus. Dem staatenlosen Mann werden unter anderem ein Tötungsdelikt und Schleusung mit Todesfolge vorgeworfen. Bei den mutmaßlich geschleusten Menschen handelt es sich um Personen aus Syrien sowie der Türkei.
Erstmeldung: 7.08 Uhr, letzte Aktualisierung: 13.18 Uhr
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa