Spurassistent wird Skoda-Fahrer zum Verhängnis: Mehrere Verletzte und Stau auf A9
Weißenfels - Schwerer Unfall auf der A9 in Sachsen-Anhalt: Am frühen Mittwochmorgen hat es zwischen mehreren Autos gekracht. Mehrere Personen wurden verletzt, die Autobahn musste gesperrt werden.

Der Crash ereignete sich gegen 6 Uhr in Fahrtrichtung Berlin auf Höhe der Anschlussstelle Weißenfels, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Seinen Angaben zufolge sei der 25-jährige, aus Sangerhausen stammende Fahrer eines Skoda auf die Autobahn aufgefahren und habe beschleunigt, um nach links auf die Hauptfahrbahn zu gelangen.
Aufgrund des dort nachfolgenden Verkehrs brach er den Spurwechsel zunächst ab und fuhr auf dem Standstreifen weiter, anstatt zu bremsen. Da dieser sich verengte, lenkte der Skoda-Fahrer leicht nach links, um die Leitplanke nicht berühren.
Das misslang. "Dabei schaltete sich der Spurhalteassistent ein, wodurch der Skoda nach rechts von der Fahrbahn abkam und mit der Leitplanke kollidierte", so der Sprecher.
Tesla kracht frontal in Unfallstelle

Der Wagen prallte ab, schlitterte über die Fahrbahn und krachte zunächst mit einem VW-Transporter und der Mittelleitplanke zusammen, schleuderte zurück und touchierte einen Lastwagen auf der mittleren Spur.
Der Fahrer (43) eines Tesla aus Eisenberg konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr frontal in den Skoda hinein.
Insgesamt seien vier Personen verletzt worden, unter ihnen der Unfallverursacher, der in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Es entstand ein Schaden von rund 75.000 Euro.
Die A9 Richtung Berlin war während Unfallaufnahme sowie Bergungsarbeiten für rund eine Stunde voll gesperrt, der Verkehr staute sich bis zur Anschlussstelle Naumburg zurück. Ab circa 7 Uhr konnten die Fahrzeuge über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.
Neben Polizei und Rettungsdienst kamen auch Feuerwehren aus der Umgebung zum Einsatz.
Titelfoto: Polizeiinspektion Halle (Saale)