Laster rauscht auf Stauende: 50-Jähriger stirbt bei Massenkarambolage auf der A38
Leipzig - Bei einer Massenkarambolage auf der A38 bei Leipzig ist am Donnerstagnachmittag ein 50-jähriger Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. Der Mann war mit seinem Laster auf das Stauende gekracht. Erst am Freitagmorgen konnte die Autobahn teilweise wieder freigegeben werden.

Der Tragödie vorausgegangen war ein Auffahrunfall in Höhe des Kreuzes Leipzig-Süd in Fahrtrichtung Dresden, in dessen Folge sich der Verkehr bis zur Anschlussstelle Neue Harth staute.
Gegen 17.10 Uhr dann das Unglück: "Aus bisher ungeklärter Ursache fuhr der 50-Jährige mit seinem Mercedes auf einen am Stauende befindlichen Skoda Fabia und einen Mercedes A-Klasse", schilderte am Freitagmorgen Polizeisprecherin Susanne Lübcke gegenüber TAG24.
Der 50-Jährige versuchte offenbar noch, nach rechts auszuweichen, kollidierte dabei jedoch mit einem anderen Lkw der Marke BAS. "Dabei wurde er in seinem Führerhaus eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er an der Unfallstelle verstarb", so Lübcke.
Der BAS wiederum wurde ebenfalls gegen mehrere Fahrzeuge geschoben: einen VW-Transporter eines 60-Jährigen, einen VW Caddy eines 34-Jährigen und einen VW Golf eines 69-Jährigen.


Massenkarambolage auf der A38: Vier Menschen im Krankenhaus

Bilder vom Ort des Geschehens zeigen ein massives Trümmerfeld. Mehrere Autos waren zerstört. Auch die Lkws hatten schwere Schäden erlitten. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte am Freitagmorgen noch nicht beziffert werden. Die Aufräumarbeiten waren auch am Freitagmorgen noch im Gange. Inzwischen heißt es in den Verkehrswarnmeldungen der Polizei jedoch, dass die Autobahn zumindest ein Fahrstreifen wieder freigegeben ist.
Neben Polizei, Feuerwehr und Rettungswagen kamen auch zwei Hubschrauber zum Einsatz, um den von dem Unglück betroffenen Menschen zu helfen.
Der Fahrer des Skoda (55), auf den der Laster als erstes gekracht war, wurde verletzt und musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Seine 80-jährige Beifahrerin, die 21-jährige Fahrerin der A-Klasse sowie der 34-jährige Caddy-Fahrer kamen ebenfalls ins Krankenhaus, mussten jedoch nur ambulant behandelt werden.
Die Polizei hat bereits Ermittlungen zu dem Unfall eingeleitet. Bei der Unfallaufnahme wurde sie durch Sachverständige der DEKRA unterstützt.
Erstmeldung vom 3. April, 18.27 Uhr. Aktualisiert am 4. April, 7.41 Uhr.
Titelfoto: Montage: EHL Media/Erik-Holm Langhof + privat