Stau-Alarm und BVG-Streik: Berlin versinkt im Verkehrschaos
Von Alexandra Kiel, Matthias Kuhnert
Berlin - Stau und lange Wartezeiten sind an diesem Morgen in Berlin wegen der Sperrung der Ringbahnbrücke auf der A100 vorprogrammiert. Aktuellen Informationen der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) zufolge müssen die Menschen am Dreieck Funkturm Richtung Norden mehr als eine halbe Stunde mehr einplanen.

Doch die Lage scheint sich weiter zuzuspitzen, wie es weiter hieß. Auch die Umfahrungsstrecken vom Messedamm über die Königin-Elisabeth-Straße sowie über den Spandauer Damm Stadtein- sowie auswärts sind ähnlich stark belastet.
Wer auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausweichen will, schaut in die Röhre. Der 48-Stunden-Warnstreik der BVG geht am Donnerstag in die zweite Runde. Noch bis Freitagmorgen stehen alle U-Bahnen, Trams und die meisten Busse still.
Anfang März war festgestellt worden, dass sich ein bereits bekannter Riss in der Ringbahnbrücke in einem tragenden Bauteil deutlich ausgeweitet hat. Zuletzt war sie deswegen nur einspurig befahrbar.
Doch umfassende statische Untersuchungen und Begutachtungen von Sachverständigen hätten ergeben, dass die Brücke nicht mehr befahrbar sei, erklärte die Autobahn GmbH des Bundes. Aus Sicherheit sei eine Vollsperrung daher unvermeidbar.

Nun sollen am Donnerstagmittag in einer Pressekonferenz von Stadt und Autobahn GmbH voraussichtlich Lösungen für den Ausfall sowie die schweren Auswirkungen auf den Berliner Verkehr vorgestellt werden.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa