Von Simone Rothe
Erfurt - Wegen Preissenkungen und Absatzproblemen in einigen Branchen hat die Thüringer Industrie im vergangenen Jahr weniger Umsatz erzielt.
Insgesamt erwirtschafteten die Unternehmen rund 36,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Trotz eines Arbeitstags mehr als 2023 gingen die Erlöse um 1,5 Milliarden Euro oder 3,9 Prozent in Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten zurück.
Bereinigt um Preisschwankungen lag der Umsatz allerdings mit 3,0 Prozent im Plus. Umsatzeinbußen mussten vor allem die für Thüringen wichtige Lebensmittel- und Metallindustrie verkraften.
Überdurchschnittlich hoch fiel der Umsatzrückgang in Deutschland mit 5,5 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro aus. Thüringens Exporte verringerten sich um 1,2 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro dagegen moderat. Der Exportanteil am Umsatz belief sich auf 37,4 Prozent - etwas höher als 2023.
Bei den Herstellern von Nahrungs- und Futtermitteln sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 495,8 Millionen Euro oder 10,3 Prozent. Das war der höchste Rückgang aller Branchen. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen betrug das Minus 373,2 Millionen Euro oder 7,8 Prozent.
Aber auch IT, Elektronik und optische Industrie mussten Einbußen hinnehmen: Der Umsatz verringerte sich um 193,4 Millionen Euro oder 5,5 Prozent.