Zwickau - Er drang durch das Fenster in die Wohnung einer Bekannten (damals 37) ein, fesselte sie ans Bett und vergewaltigte die hilflose Frau. Jetzt verdonnerte das Landgericht Zwickau Intensivtäter Maik V. (42) zu einer langen Haftstrafe.
Bei der Urteilsbegründung am Freitag schilderte der Vorsitzende Richter Uwe Zierold (62) noch einmal die erschreckenden Details. Der zur Tatzeit unter Cannabis und Crystal stehende Angeklagte stieg Mitte Juli 2024 in die Glauchauer Wohnung über das Schlafzimmerfenster ein und verging sich an der schwerbehinderten Frau.
Weil Täter und Opfer sich kannten, wusste der Angeklagte laut Zierold auch über die Sprach- und Bewegungsstörungen seines Opfers Bescheid - nutzte die Situation eiskalt aus. Das Motiv: Der Mann wollte sich an dem Opfer vergehen, weil seine Beziehung zwei Wochen zuvor in die Brüche gegangen war.
Wegen schwerer Vergewaltigung, schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung wurde der gelernte Lagerist von der Strafkammer zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Für Maik V. sprach sein umfassendes Geständnis, dagegen sein planvolles Vorgehen, sowie die Tatsache, dass er bereits 13 Vorstrafen hat.
Die letzte Tat wegen einschlägiger Delikte (Wohnungseinbruchsdiebstahl) beging Maik V. 2021. Der Verurteilte kommt damit "so langsam in die gefährliche Nähe zu den formalen Voraussetzungen der Sicherungsverwahrung", so Uwe Zierold. Um die Verwahrung nach dem Vollzug der Freiheitsstrafe kam Maik V. noch einmal herum. Das Urteil ist rechtskräftig.