Zweite Chance für "Santa Barbara": 68 Jahre altes Schiff darf weiter über Zwenkauer See tuckern

Von Lutz Brose

Zwenkau - Noch zu Jahresbeginn stand der Zwenkauer See nahe Leipzig unter keinem guten Stern. Die Sächsische Seebad Zwenkau GmbH & Co. KG (SSZ) hatte nämlich angekündigt, die Personenschifffahrt nach der Saison 2025 wegen Unwirtschaftlichkeit einzustellen und das MS "Santa Barbara" zum Schrottpreis zu verkaufen. Doch jetzt gibt es einen Lichtblick.

Die "Santa Barbara" ist gerettet!
Die "Santa Barbara" ist gerettet!  © Lutz Brose

Mit dem geplanten Verkauf drohte ein weiterer Attraktivitätsverlust des Neuseenlands, denn erst im Oktober verließ ein Schiff den Markkleeberger See und schippert seitdem in der Lausitz.

Doch keine Sorge: Die MS "Santa Barbara" bleibt dem See erhalten!

Dem unternehmerischen Mut der Betreiber einer ansässigen Bootsvermietung ist es zu verdanken, dass das 68 Jahre alte Schiff weiter in See sticht. Die neuen Reeder sind seit zehn Jahren am Platz, haben ausreichend Seeluft geschnuppert und den mit einer Fläche von 9,7 qm größten See des Neuseenlands bei Wind und Wetter kennengelernt.

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Außerdem soll vor allem mit Charterfahrten wieder Wirtschaftlichkeit erzielt werden.

Schon bald wird das Schiff wieder über den Zwenkauer See tuckern. (Archivbild)
Schon bald wird das Schiff wieder über den Zwenkauer See tuckern. (Archivbild)  © Lutz Brose

Bootsvermieter retten Zwenkauer Ausflugsdampfer

Das Schiff ist als Trauzimmer zugelassen. So können Paare zukünftig an Bord nicht nur in den Hafen der Ehe einlaufen, sondern anschließend auch feiern. Ein erfahrener Caterer sorgt dabei fürs leibliche Wohl - und das nicht nur bei Hochzeiten. Derzeit wird das Oberdeck des 1957 auf einer Werft in Oberkassel gebauten Schiffes innen aufgemöbelt.

Dank regelmäßiger Wartung und Instandhaltung von Schiff und Maschine durch die SSZ steht einem gelungenen Saisonstart mit öffentlichen Rundfahrten zu Ostern also wohl nichts im Weg.

Titelfoto: Lutz Brose

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