Von Erik Frank Hoffmann und Sarah Fuchs
Oederan - Am Mittwochnachmittag krachte es auf der Kreuzung zwischen der S203 und S201 bei Oederan in Mittelsachsen. An den beteiligten Autos entstand ein hoher Sachschaden.
Ein 72-jähriger Renault-Fahrer war auf der S203 aus Richtung Frankenberg kommend unterwegs und wollte die Kreuzung zur S201 überqueren. Dabei übersah er jedoch einen von links heranfahrenden 37-jährige Honda-Fahrer aus der Richtung Oederan kommend.
Beide Autos krachten zusammen. Durch die Wucht des Zusammenpralls drehte sich der Honda um 180 Grad und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand.
Nach den Angaben der Feuerwehr kam es glücklicherweise zu keinen Verletzten. Der entstandene Sachschaden hingegen war hoch. Laut Polizeiangaben liegt dieser bei rund 40.000 Euro.
Beide Autos mussten abgeschleppt werden.
Die Feuerwehr war mit 13 Kameraden der Ortswehren Frankenstein, Hartha und Wingendorf vor Ort und sicherten die Unfallstelle ab, banden auslaufende Betriebsmittel und stellten den Brandschutz her.
Anwohner wünschen sich Lösung zur Entschärfung der Verkehrssituation
Neben den beteiligten Autos wurden auch das Fahrzeug der Anwohnerin Kathleen Busch durch die Trümmerteile beschädigt. Wie sie erklärte, kommt es an dieser Kreuzung immer wieder zu Unfällen.
"Wir sind noch nicht schlüssig, warum diese so häufig passieren. Möglicherweise werden die Fahrer durch irgendetwas abgelenkt", so die Anwohnerin. Nach ihren Angaben ereignen sich drei bis vier Mal im Jahr größere Unfälle, teils mit Verletzten.
Dies konnte auch Johann König von der Ortsfeuerwehr Frankenstein bestätigen: "Es ist ein Unfallschwerpunkt, und wir sind froh, wenn es ohne schwere Verletzungen abgeht, wie heute", so König. Eine hohe Verkehrsbelastung und Schwerverkehr seien auf der Staatsstraße üblich.
Die Anwohner wünschen sich eine Lösung zur Entschärfung der Verkehrssituation vor Ort: "Eine bauliche Veränderung wie eine Ampel oder ein Kreisverkehr wäre geeignet, um die Situation zu verbessern", so Anwohnerin Kathleen Busch.
"Wenn so viele Gelder in die Infrastruktur gesteckt werden sollen, wäre es sinnvoll, wenn ein kleiner Kreisverkehr herauskommen könnte. Es wäre zum Schutz aller", ergänzte sie anschließend.
Die beiden Staatsstraßen war für anderthalb Stunden voll gesperrt. Konnten am frühen Abend aber wieder freigegeben werden.