Nach verheerendem Brand: Vom Traumhaus nur noch verkohlte Trümmer übrig

Hohburkersdorf - Innerhalb von Minuten entwickelte sich ein kleines Feuer zum Vollbrand. Die Flammen zerstörten vor knapp zwei Wochen das 350 Jahre alte Fachwerkhaus in Hohburkersdorf bei Hohnstein (Sächsische Schweiz) bis auf die Grundmauern. Ralf Herold (57) blickt auf die verkohlten Trümmer seiner Existenz.

Ralf Herold (57) hat alles verloren.
Ralf Herold (57) hat alles verloren.  © Stefan Häßler

Notizblätter, Besteck und andere Habseligkeiten schimmern durch den schwarzen Müllhaufen, der einst sein Wohnhaus war.

Personalausweis, Führerschein und Bankkarte sind gerade neu beantragt.

Nichts ist Ralf Herold geblieben: "Meine Frau ist im Pyjama raus, ich in diesen Klamotten, es ist einfach alles weg."

Ob der Bürgerentscheid sein Ziel erreicht? Erste Gemeinde setzt ein Zeichen gegen Windräder
Sachsen Ob der Bürgerentscheid sein Ziel erreicht? Erste Gemeinde setzt ein Zeichen gegen Windräder

Seit 40 Jahren verheiratet, erfüllte sich das Ehepaar Herold erst letztes Jahr den Traum und zog aus Bayern in die Sächsische Schweiz.

Nach der Brandnacht ist Ralf Herold bei Frank Eichler (64), seinem Nachbarn direkt gegenüber, untergekommen: "Nicht nur wir haben geholfen, Leute aus dem Dorf und den umliegenden Gemeinden waren direkt am nächsten Morgen da und haben Sachen gebracht."

Das idyllisch am Hang gelegene Eigenheim ist durch das Feuer vollständig vernichtet worden.
Das idyllisch am Hang gelegene Eigenheim ist durch das Feuer vollständig vernichtet worden.  © Stefan Häßler
Sofort war Hile da: Ralf Herold ist mit Hund Frosti (5) bei seinem Nachbarn Frank Eichler (64) untergekommen.
Sofort war Hile da: Ralf Herold ist mit Hund Frosti (5) bei seinem Nachbarn Frank Eichler (64) untergekommen.  © Stefan Häßler
Am 17. Februar gegen 19.30 Uhr in Hohburkersdorf: Das Haus von Ralf Herold steht komplett in Flammen.
Am 17. Februar gegen 19.30 Uhr in Hohburkersdorf: Das Haus von Ralf Herold steht komplett in Flammen.  © Marko Förster

Rund 9500 Euro Spenden wurden für Ralf Herold bereits gesammelt

Obwohl die Kameraden am Monatg zufällig zur Übung im Nachbardorf waren, nur Minuten von der Brückenstraße entfernt, konnten sie gegen die Flammen nichts ausrichten.
Obwohl die Kameraden am Monatg zufällig zur Übung im Nachbardorf waren, nur Minuten von der Brückenstraße entfernt, konnten sie gegen die Flammen nichts ausrichten.  © Marko Förster

Die Ehefrau ist mit Pflegestufe 3 zur Sicherheit in einem Krankenhaus untergebracht: "Sie leidet an Long Covid, hat schwere Depressionen. Man kann sie nicht unbeaufsichtigt lassen", erklärt Herold besorgt.

In der Nachbargemeinde könnte Herold eine Dreizimmerwohnung beziehen, dort einen Neuanfang starten. Doch am liebsten würde er das Haus wieder aufbauen: "Ich muss abwarten, was der Gutachter sagt. Das Fachwerkhaus war zum Glück noch aus DDR-Zeiten versichert."

Die Stadt Hohnstein hat eine Spendenkampagne zur Unterstützung ins Leben gerufen. Bisher wurden rund 9500 Euro eingenommen.

Transporter-Fahrer flüchtet vor Polizei: Ein Alkoholtest verrät den Grund dafür
Sachsen Transporter-Fahrer flüchtet vor Polizei: Ein Alkoholtest verrät den Grund dafür

Bürgermeister Daniel Brade (44, SPD): "Die Gelder sollen dazu verhelfen, wieder auf die Beine zu kommen, und werden in Absprache mit Herrn Herold von uns gesammelt, dann vollständig überwiesen."

Infos: www.hohnstein.de/wohnungsbrand-hohburkersdorf-spendenkonto

Titelfoto: BiBildmontage: Stefan Häßler

Mehr zum Thema Sachsen: