Nach den Frostverlusten im Vorjahr: Winzer hoffen auf volle Reben

Radebeul – Die verheerenden Spätfröste im Vorjahr vernichteten bis zu 80 Prozent der Weinernte in Sachsen. Nun blicken die Winzer vorsichtig optimistisch auf die kommende Saison.

Nach der geringen Weinernte 2024 hofft Felix Hößelbarth vom Weinbauverband auf bessere Erträge.
Nach der geringen Weinernte 2024 hofft Felix Hößelbarth vom Weinbauverband auf bessere Erträge.  © Thomas Türpe

"Aktuell ist die Lage entspannt", meint Felix Hößelbarth, Chef des Weinbauverbandes Sachsen. Die kühlen Temperaturen der vergangenen Wochen haben den Austrieb der Reben verlangsamt, wodurch die Pflanzen widerstandsfähiger als im Vorjahr sind.

Doch die Sorge vor den "Eisheiligen" im Mai bleibt - denn sie könnten erneut Frost bringen. Um künftige Schäden zu vermeiden, setzen viele Winzer verstärkt auf Schutzmaßnahmen: Heizdrähte, Frostkerzen oder den Anbau frostresistenter Rebsorten.

Doch nicht nur die Kälte macht den Weinbauern zu schaffen. Auch die eingeschränkte Nährstoffversorgung der Reben ist ein Problem.

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Viele Winzer haben beim Rebschnitt bewusst weniger Triebe stehen lassen, um die Pflanzen zu entlasten. Neben der Frostgefahr bereitet auch die anhaltende Trockenheit Sorgen.

Nach der Weinlese werden die Trauben in einen Trog gekippt.
Nach der Weinlese werden die Trauben in einen Trog gekippt.  © Sebastian Kahnert

Viele Weingüter verfügen nicht über die technischen Möglichkeiten, sich gegen extreme Wetterumschwünge zu schützen.

Trotz der Herausforderungen bleibt die Hoffnung auf eine bessere Ernte als im Vorjahr. Wie gut der Jahrgang 2025 tatsächlich wird, entscheidet sich jedoch erst im Herbst.

Titelfoto: Thomas Türpe

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