Mit diesen Projekten kämpft Sachsen gegen das Artensterben!
Dresden - Das Artensterben und der Verlust von Lebensräumen haben nach Einschätzung des sächsischen Umweltministers Wolfram Günther (51, Grüne) auch in Sachsen ein atemberaubendes Tempo erreicht. Mit einem Biodiversitätsprogramm versucht der Freistaat dagegenzuhalten.
Der Zustand sei bedrohlich, meint Minister Günther. "Bei den europäisch geschützten Biotopen und Arten sind heute mehr als die Hälfte der Lebensraumtypen und knapp die Hälfte der Arten stärker gefährdet als vor 15 Jahren." Mit dem Programm wolle man bis 2030 die Trendwende schaffen.
Schutz in isolierten, klar eingegrenzten Gebieten allein reiche nicht aus, um Verbesserungen zu erreichen, stellt Günther klar. "Deshalb haben wir dafür gesorgt, dass Artenschutz in alle Flächennutzungen verankert werden muss." Zudem habe man für den Naturschutz deutlich mehr Geld in die Hand genommen.
"Wir haben im ganzen Land Flüsse renaturiert, wir haben Moore wiederhergestellt, wir haben eine Schippe draufgelegt beim Waldumbau", zählt Günther auf. Zudem habe Sachsen in Dresden und im Erzgebirge zwei Naturschutzgroßprojekte gestartet. Günther: "An einem weiteren, dem Leipziger Auwald, sind wir dran."
In seiner Bilanz erinnerte der Grünen-Politiker auch an zahlreiche Schutzprogramme vor allem für die vom Aussterben bedrohten Arten wie Luchs, Feldhamster, Birkhuhn und Flussperlmuschel.
"Sie haben ihre Minimalziele, das Aussterben zu verhindern, erreicht. Aber sie benötigen noch mehrere weitere Jahre, um sich selbst tragende Populationen wiederherzustellen."
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