100 Tage Minderheits-Regierung: Kretschmer und Köpping ziehen erste Bilanz
Dresden - Ministerpräsident Michael Kretschmer (49, CDU) und seine Stellvertreterin Petra Köpping (66, SPD) finden, dass die von ihnen geführte Minderheitsregierung bisher einen tollen Job gemacht hat.

"Wir sind als Regierung gut gestartet", ließ Kretschmer in einer Mitteilung der Sächsischen Staatsregierung am Donnerstag anlässlich ihres 100-tägigen Bestehens verkünden.
Auch Köpping hat an der Zusammenarbeit mit der CDU bisher nichts auszusetzen: "Wir sehen uns großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen gegenüber, die wir seit nunmehr 100 Tagen gemeinsam, verlässlich und vertrauensvoll bearbeiten."
Die wohl größte Herausforderung, der sich beide Spitzenpolitiker derzeit ausgesetzt sehen, ist - wenig überraschend - die finanzielle Lage im Freistaat. Der MP sprach von einer "schwierigen Situation", die Gesundheitsministerin von "schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen".
Seine jüngste Einigung beim Haushaltsentwurf für die kommenden beiden Jahre findet das Minister-Duo dennoch gelungen. Angesichts klammer Kassen gehe es nun darum, "klug zu haushalten" und "Prioritäten" zu setzen, sagte Kretschmer. Ähnliche Formulierungen hatten zuvor bereits all jene Minister gewählt, die in ihrem Ministerium künftig den Gürtel wohl deutlich enger schnallen müssen.
Köpping betonte, dass man die "großen Aufgaben" dennoch fest im Blick habe: "Wir setzen uns ein für eine gute medizinische Versorgung in Stadt und Land, für gute Lebensbedingungen, sozialen Ausgleich, für unsere ältere Bevölkerung gleichermaßen wie für unsere Kinder und Jugendlichen."
Titelfoto: Eric Münch