Frühzeitiges Ende: Elbbrücke hat Belastungstest schon überstanden
Bad Schandau - Der Belastungstest der Brücke in Bad Schandau konnte schneller als geplant durchgeführt werden.

Statt der ursprünglich vorgesehenen drei Tage beendete man am frühen Mittwochabend bereits den deutschlandweit einmaligen Versuch. Jetzt ist Zuversicht gefragt, heißt es aus dem zuständigen Infrastruktur-Ministerium.
Die vorletzte sogenannte Laststufe hatte das Prüfer-Team am Mittwoch bereits vor der Mittagspause mit einer Messfahrt des ferngesteuerten Schwerlastmoduls beendet. Im Rahmen der zweitägigen Tests wurde das Bauwerk in fünf Stufen bis 320 Tonnen belastet.
"Es gab keine sonstigen Verzögerungen, und - das freut mich natürlich ganz besonders - während des Versuchs sind am Bauwerk auch keine äußerlich wahrnehmbaren kritischen Zustände aufgetreten", berichtete Ministerin Regina Kraushaar (60, CDU).
Während der Tests sammelte ein Team von rund 30 Ingenieuren und Technikern Daten zum "Verhalten" der Brücke.
Freigabe der Elbbrücke in Bad Schandau? Entscheidung fällt in drei Wochen

Die Auswertung der Tests erfolgt jetzt mit Hochdruck. Schlussendlich soll entschieden werden, ob eine teilweise Freigabe der Brücke für Autos und leichte Lkws bis zu 7,5 Tonnen möglich ist.
Regio-Busse und schwerere Fahrzeuge (etwa Müllautos) könnten dann mit Sondergenehmigung per Ampelschaltung das Bauwerk nutzen.
Bis zur endgültigen Entscheidung werden voraussichtlich drei Wochen vergehen.
Die Planungen für einen Ersatzneubau und eine Behelfsbrücke laufen unabhängig davon weiter.
Titelfoto: Bildmontage: dpa/Sebastian Kahnert