Niedrigste Temperatur, aber am meisten Sonnenschein: So war der Winter in Sachsen

Von Jasmin Beisiegel

Leipzig/Offenbach - Die deutschlandweit niedrigste Temperatur ist in diesem Winter in Sachsen gemessen worden.

Mit fast -20 Grad verzeichnete Sachsen den kältesten Wert Deutschlands in diesem Winter. Gleichzeitig schien nirgendwo sonst so viel Sonne.  © Hendrik Schmidt/dpa

Im erzgebirgischen Deutschneudorf zeigte das Thermometer am 18. Februar -19,7 Grad - das bundesweite Winterminimum, wie aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervorgeht. Basis sind erste Auswertungen von rund 2000 Messstationen bundesweit.

Sachsen war demnach mit 235 Sonnenstunden im Winter 2014/2025 das sonnigste Bundesland. Der Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 von 161 Stunden ist damit deutlich übertroffen. Deutschlandweit schien die Sonne im Schnitt 194 Stunden.

Die "milde Mehrheit" habe den Winter in Sachsen dominiert, so der DWD. Nur die Hochlagen des Erzgebirges blieben nahezu durchgehend schneebedeckt. Mitte Februar setzte sich die winterliche Kälte jedoch zwischenzeitlich durch.

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Durchschnittlich lag die Temperatur in Sachsen bei 1,5 Grad. Deutschlandweit waren es 2,1 Grad - der "14. Mildwinter in Folge", wie der DWD berichtete. Beide Werte überschritten den Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 um 1,9 Grad.

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So berechnen Meteorologen den Winter

Für Meteorologen dauert der Winter vom 1. Dezember bis zum 28. Februar. Auch aus statistischen Gründen berechnen die Forscher ihre Daten in ganzen Monaten.

Der kalendarische Frühlingsanfang wechselt, denn er hängt vom Sonnenstand ab: Die Sonne steht an diesem Termin senkrecht über dem Äquator. In diesem Jahr beginnt der Frühling im Kalender am 20. März.

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