Blitz für Kids! Polizei zieht Temposünder vor Grundschulen aus dem Verkehr

Dresden - Füße vom Gas! Seit Montag läuft wieder die Aktion "Blitz für Kids" in Sachsen. Gemeinsam mit Kindern kontrolliert die Polizei zwei Wochen lang Autofahrer an Grundschulen.

Innenminister Armin Schuster (63, CDU) und Vincent (10) entgehen am Lasermessgerät keine Temposünder.
Innenminister Armin Schuster (63, CDU) und Vincent (10) entgehen am Lasermessgerät keine Temposünder.  © Eric Münch

In der ersten Woche werden Raser von Grundschülern mit gelben Punkten verwarnt. Korrekte Autofahrer werden hingegen mit grünen Punkten belohnt. Nächste Woche gibt es für Temposünder dann ein Knöllchen.

Die Entscheidung, die Grundschule in Radeberg als Auftaktort zu wählen, kam nicht von ungefähr: 2021 verunglückte hier ein Siebenjähriger tödlich. Er war auf dem Nachhauseweg, als er von einem Lkw erfasst wurde. Seitdem gibt es einen Zebrastreifen. Trotzdem wird der auch mal missachtet: "Manchmal fahren die Autofahrer einfach über den Zebrastreifen, obwohl wir da schon stehen. Und dann auch noch zu schnell", betonen die Zwillinge Leonie und Marina (10).

Obwohl sie von den Kindern einen gelben Punkt bekommt, freut sich Heidrun Pospischel (81) über die Aktion: "Ich freue mich, wenn die Kinder mich anhalten. Ich bin ehrlich: Manchmal bin ich zu schnell. Da helfen solche Aktionen."

Nina (8) verteilt einen grünen Punkt an einen Autofahrer, der sich vorbildlich am Zebrastreifen verhalten hat.
Nina (8) verteilt einen grünen Punkt an einen Autofahrer, der sich vorbildlich am Zebrastreifen verhalten hat.  © Eric Münch

"Blitz for Kids" wurde 1995 durch die sächsische Polizei ins Leben gerufen. Damals verunglückten noch 3038 Kinder im Straßenverkehr. Im vergangenen Jahr waren es 1248. "Verkehrsunfälle mit verunglückten Kindern konnten in den letzten 30 Jahren um 60 Prozent reduziert werden", so Innenminister Armin Schuster (63, CDU).

Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch

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