Entscheidung von AfD und CDU: Täglich müssen hier Deutschland-Flaggen flattern

Burg - Fragwürdige Entscheidung im Jerichower Land: Der Kreistag hat beschlossen, dass künftig täglich überall Deutschland-Flaggen gehisst werden müssen. Das zählt hauptsächlich für Schulen.

Der Kreistag im Jerichower Land hat beschlossen, dass öffentliche Gebäude künftig Deutschlandflaggen hissen müssen.
Der Kreistag im Jerichower Land hat beschlossen, dass öffentliche Gebäude künftig Deutschlandflaggen hissen müssen.  © Marijan Murat/dpa

Im Kreistag vom Jerichower Land (Sachsen-Anhalt) stellte die AfD-Fraktion einen Antrag, dass vor allen öffentlichen Gebäuden des Landkreises, die einen Flaggenmast haben, das ganze Jahr über eine Deutschlandfahne wehen muss.

Mithilfe von Stimmen aus der CDU wurde der Antrag nun beschlossen.

Diese neue Pflicht wird damit begründet, dass die Gesellschaft derzeit vor einer "Zerreißprobe" stünde und dass die Flagge "die Zugehörigkeit zur eigenen Nation" und somit "Gemeinsinn und Solidarität" signalisiere, zitiert Bild den AfD-Antrag.

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Konkret von der Flaggen-Pflicht betroffen: insgesamt 15 Schulen im gesamten Landkreis. Acht Sekundarschulen, drei Gymnasien, drei Förderschulen und eine Berufsschule müssen fortan täglich Schwarz-Rot-Gold hissen.

Lediglich Grundschulen sind davon ausgenommen, weil sie unter der Zuständigkeit der Städte und Gemeinden liegen und nicht durch den Landkreis getragen werden.

Dass die CDU im Jerichower Land mit der AfD gemeinsame Sache macht und die "Brandmauer" immer weiter einreißt, ist keine Neuigkeit mehr.

Zuletzt wurde gemunkelt, dass Kreistagchef Markus Kurze (54, CDU) unter anderem mit Stimmen der gesichert rechtsextremistischen AfD gewählt wurde.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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