Christopher Kissmann
Magdeburg - In den vergangenen zwei Jahren sind in Sachsen-Anhalt 36 politisch motivierte Straftaten im Zusammenhang mit Gedenkstätten erfasst worden.
Bei 25 dieser Fälle richteten sich die Tathandlungen gegen Gedenkstätten, die den Charakter der Erinnerung an die Leiden der Menschen während der Herrschaft des Nationalsozialismus tragen, wie es in einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Linken-Fraktionschefin Eva von Angern (48) heißt.
Im Jahr 2023 wurden den Angaben zufolge zehn Straftaten erfasst, im vergangenen Jahr waren es 15.
Alle im ländlichen Raum gelegenen NS-Gedenkstätten, etwa Lichtenburg Prettin, Langenstein und Gardelegen, sind mit Einbruchmeldeanlagen ausgestattet.
Die Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe nahe Gardelegen soll zudem eine Videoüberwachungsanlage für das Außengelände erhalten, da es dort immer wieder zu Sachbeschädigungen kommt.
Hierbei seien jedoch sicherheits- und bautechnische, finanzielle, erinnerungskulturelle sowie denkmalpflegerische Aspekte zu berücksichtigen, die Umsetzung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, hieß es.