Personalnot in Abschiebeknast: Mit diesem Trick will Politik für Sicherheit sorgen
Von Oliver Auster
Büren/Düsseldorf - Angesichts von Personalnot im NRW-Abschiebegefängnis in Büren hat sich das Flüchtlingsministerium eine besondere Idee einfallen lassen.

Man habe sich demnach überlegt, dass pensionierte Polizisten in Büren aushelfen könnten.
Diese Möglichkeit werde gerade geprüft, heißt es in einem Papier des Flüchtlingsministeriums für den Landtag.
Die FDP-Fraktion hatte sich bei der Landesregierung nach den Kapazitäten in der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige (UfA) erkundigt.
Laut der noch unveröffentlichten Antwort des Ministeriums, die der dpa vorliegt, gibt es gerade mehrere Maßnahmen zur Personalsteigerung. "Es ist kurzfristig gelungen, drei Vollzugsbeamte von einer umliegenden JVA an die UfA Büren zu versetzen", so das Ministerium.
Zudem würden die Ausbildungskapazitäten für Anwärter im Vollzugsdienst fortwährend ausgebaut. Kurzfristig sei der zusätzliche Personalbedarf "durch ein Amtshilfeersuchen an die Polizei gedeckt" worden.
Nach früheren Angaben des Ministeriums helfen Polizisten der Bereitschaftspolizei Bielefeld in Büren aus.
Titelfoto: Friso Gentsch/dpa