Auch in NRW messbar: Immer weniger Menschen beziehen Elterngeld

Von Yuriko Wahl-Immel

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr rund fünf Prozent weniger Mütter und Väter Elterngeld erhalten.

Das Elterngeld ist als Lohnersatz für Mütter und Väter bestimmt, die nach der Geburt ihres Kindes zu Hause bleiben und sich um die Erziehung kümmern. (Symbolbild)
Das Elterngeld ist als Lohnersatz für Mütter und Väter bestimmt, die nach der Geburt ihres Kindes zu Hause bleiben und sich um die Erziehung kümmern. (Symbolbild)  © Marco Rauch/dpa

Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor.

Demnach haben 2024 insgesamt 380.071 Bürgerinnen und Bürger, davon 286.511 Frauen und 93.560 Männer, in NRW die Finanzspritze erhalten. Im Vorjahr waren das noch 401.431.

Der Rückgang liegt wohl auch an der weiterhin zurückgehenden Geburtenrate im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands: 2024 kamen im dritten Jahr in Folge weniger Babys in NRW zur Welt.

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Das Statistische Landesamt in Düsseldorf hatte kürzlich nach vorläufigen Zahlen berichtet, dass im vergangenen Jahr rund 153.800 Kinder geboren wurden. Das waren nach ersten Schätzungen etwa 1700 oder 1,1 Prozent weniger als 2023.

Rückgang bei Elterngeld-Empfängern auch bundesweit messbar

Bundesweit sank die Zahl der Elterngeld-Bezieher um 5,4 Prozent auf rund 1,67 Millionen Personen, wie das Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Der Väteranteil sei leicht zurückgegangen.

Die durchschnittliche Dauer des geplanten Elterngeldbezugs lag bei Frauen deutschlandweit unverändert bei 14,8 Monaten. Die von Männern angestrebte Bezugsdauer war mit durchschnittlich 3,8 Monaten deutlich kürzer.

Titelfoto: Marco Rauch/dpa

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