Anschlag auf Israels Botschaft in Berlin geplant: 18-Jährigem drohte bereits Abschiebung

Von Wilhelm Pischke

Potsdam - Der terrorverdächtige 18-Jährige aus Potsdam hat nach Angaben des Innenministeriums in Brandenburg kurz davor gestanden, Deutschland verlassen zu müssen.

Spezialkräfte der Polizei durchsuchten eine Wohnung in Potsdam. Ein Sprengstoffverdacht bestätigte sich später nicht.  © Michael Bahlo/dpa

Die vollziehbare Abschiebung sei dem Tschetschenen angedroht worden, erklärte Brandenburgs Innenministerin Katrin Lange (53, SPD) im Potsdamer Landtag. Der junge Mann sei allerdings nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Dem 18-Jährigen wird die Vorbereitung eines politisch motivierten Anschlags vorgeworfen. Er war vor wenigen Tagen am Hauptstadtflughafen BER festgenommen worden, weil er im Verdacht steht, einen Anschlag auf die israelische Botschaft in Berlin geplant zu haben.

Spezialkräfte der Polizei hatten daraufhin eine Wohnung in Potsdam durchsucht. Ein Sprengstoffverdacht bestätigte sich später nicht.

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Nach Angaben von Innenministerin Lange kam der Hinweis über die mutmaßliche Anschlagsgefahr von einem befreundeten ausländischen Sicherheitsdienst. Der 18-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.

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