Brutaler Clip: Hat Trump hier Zivilisten in Schutt und Asche gebombt?
Washington - Von US-Präsident Donald Trump (78) geteilte Videoaufnahmen eines tödlichen Luftschlags gegen angebliche Huthi-Rebellen im Jemen stoßen auf große Kritik.

In dem Beitrag von Samstag ist zu sehen, wie sich Dutzende Menschen am Boden zu einer Art Rechteck formiert haben, in ihrer Mitte steht eine einzelne Person. Kurz darauf verwandelt eine Rakete den Ort in einen riesigen Krater, niemand scheint die Bombardierung überlebt zu haben.
"Diese Huthis haben sich versammelt, um Anweisungen für einen Angriff zu erhalten. Ups, es wird keinen Angriff von diesen Huthis geben", schrieb Trump zu den brutalen Bildern. Er ergänzte: "Sie werden nie wieder unsere Schiffe versenken!"
Daran, dass hier tatsächlich ein militärisches Huthi-Treffen in Schutt und Asche gebombt worden ist, bestehen allerdings große Zweifel.
Direkt unter Trumps Beitrag auf X weisen viele Nutzer darauf hin, dass dies keine Rebellen seien, sondern Dorfbewohner, die sich für das muslimische Fest des Fastenbrechens (Eid ul-Fitr) zusammengefunden hätten. Dieses Fest wird stets im Anschluss an den Fastenmonat Ramadan gefeiert.

Mitte März hatten die USA ihre groß angelegte Militäroperation gegen die vom Iran unterstützen Huthis begonnen, nachdem die Rebellengruppe mehrfach US-Schiffe im Roten Meer angegriffen hatte. Trump betonte dabei, dass man mit "überwältigender tödlicher Gewalt" vorgehen werde.
Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/X/@realDonaldTrump, Evan Vucci/AP/dpa