Neuer Zündstoff wegen Rathaus-Party: OB Hilbert spricht von "Populismus"

Dresden - Mehrere Fraktionen stellen sich gegen den Verwaltungsplan, Dresdens Brunnen auf dem Trockenen zu lassen. Die Rathaus-Partys könne man allerdings nicht dafür "opfern", teilt OB Dirk Hilbert (53, FDP) mit.

OB Dirk Hilbert (53, FDP) schießt gegen seine Kritiker zurück.
OB Dirk Hilbert (53, FDP) schießt gegen seine Kritiker zurück.  © Eric Münch

Fraktions-Chef André Schollbach (46, Linke) hatte vorgeschlagen, die laut Verwaltung benötigte sechsstellige Summe für die Brunnen aus dem Budget für die jährlichen Rathaus-Feiern, die Hilbert für junge Erwachsene veranstaltet, zu nutzen.

"Bei dem Vorschlag stellt sich mir die Frage, ob es Herrn Schollbach nur um Populismus geht oder ob er tatsächlich so wenig Ahnung von Haushaltspolitik hat", kontert der OB.

So habe der Stadtrat erst im vergangenen Dezember die Gelder zur Deckung von Kosten für die Förderung der Gesundheitshilfe genutzt.

Dirk Hilbert: Drei Forderungen von Dresdens OB an die Bundesregierung
Dirk Hilbert Dirk Hilbert: Drei Forderungen von Dresdens OB an die Bundesregierung

"Herr Schollbach will also Geld wegnehmen, das bereits weggenommen ist. Ich bin schon gespannt darauf, wofür unser so erfolgreiches Angebot für die 18-Jährigen noch alles herhalten soll", so Hilbert.

Ob es in diesem Jahr eine Feier im Rathaus gibt, steht noch nicht fest.
Ob es in diesem Jahr eine Feier im Rathaus gibt, steht noch nicht fest.  © imago/Sylvio Dittrich

Von einem Party-Aus ist aber nicht die Rede: Ob das Rathaus die diesjährige Feier anderweitig finanzieren kann, etwa über externe Sponsoren, ist offen.

Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch, IMAGO/Sylvio Dittrich

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