Dämpfer für Merz: Union und AfD bei Umfrage erstmals gleich auf

Von Vanessa Reiber

Berlin – Die AfD liegt in einer Umfrage zum ersten Mal gleichauf mit der Union. Knapp sechs Wochen nach der Bundestagswahl kommen Union und AfD in der Sonntagsfrage beide auf 24 Prozent.

Union und AfD liegen erstmals bei Umfragen gleich auf. Das dürfte Alice Weidel (46, AfD) mehr freuen als Friedrich Merz (69, CDU).
Union und AfD liegen erstmals bei Umfragen gleich auf. Das dürfte Alice Weidel (46, AfD) mehr freuen als Friedrich Merz (69, CDU).  © Montage: Michael Kappeler/dpa (2)

Das ergab eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild"-Zeitung.

Für die AfD ist das ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Insa-Umfrage eine Woche zuvor und ihr bester Wert bisher in der Umfrage. Der Wahlsieger, die Union um Friedrich Merz, verliert dagegen zwei Prozentpunkte.

CDU und CSU hatten die Wahl am 23. Februar mit 28,5 Prozent der Zweitstimmen gewonnen und verloren zuletzt an Zustimmung der Wählerinnern und Wähler. Die AfD landete mit 20,8 auf Platz zwei.

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Die SPD kann ihren Wert in der Umfrage halten und liegt bei 16 Prozent. Dahinter liegen Grüne (-1) und Linke (+1) gleichauf. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden es FDP (+1) und BSW (-1) weiter nicht ins Parlament schaffen. Beide Parteien liegen laut der Umfrage bei 4 Prozent.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 31. März und dem 4. April 1206 Bürgerinnen und Bürger befragt. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt Insa zufolge bei 2,9 Prozentpunkten.

Umfragen spiegeln Meinungsbild am Befragungs-Zeitpunkt wider

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Titelfoto: Montage: Michael Kappeler/dpa (2)

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