Neue Umfrage: Das denken die Deutschen über Atomenergie
Heidelberg - Obwohl der letzte Meiler 2023 vom Netz gegangen ist, wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen die Atomkraft zurück.

Das ergab eine Studie, die vom Vergleichsportal "Verivox" in Auftrag gegeben wurde.
Demnach sind 22 Prozent der Bevölkerung der Meinung, dass die zuletzt stillgelegten AKWs wieder ans Netz gehen sollten. 32 Prozent sprechen sich gar dafür aus, dass in Deutschland neue Atomkraftwerke gebaut werden.
Die Zustimmung ist bei Männern mit 62 Prozent deutlicher ausgeprägt als bei Frauen, von denen sich 47 Prozent für Atomkraft aussprachen.
Auch regional gab es deutliche Unterschiede: Während 61 Prozent der Ostdeutschen und 59 Prozent der Befragten in Süddeutschland Atomenergie befürworten, waren es in Norddeutschland 49 Prozent, in Westdeutschland 51 Prozent.
Im Frühjahr 2023 wurde der Ausstieg aus der Atomenergie vollzogen, die verbliebenen drei AKWs gingen im April vom Netz. Inzwischen hat Deutschland die höchsten Strompreise in der EU.
Ungeachtet dessen spricht sich die Mehrheit der Bevölkerung (57 Prozent) aus, auch weiterhin stark in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren. 17 Prozent lehnen dies ab. Der Rest ist unentschieden.
Die Umfragedaten wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact erhoben.
Titelfoto: DANIEL PETER / AFP