"Für Terrorabwehr ist der Staat zuständig": Magdeburger Schausteller reden Klartext

Magdeburg - Der Magdeburger Schaustellerverein reagiert auf die Folgen des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt und appelliert an den Staat, das Sterben der Volksfeste aufzuhalten.

Olaf Haase, Vorsitzender des Magdeburger Schaustellervereins (rechts), findet, dass nicht die Veranstalter allein die Kosten für die Sicherheit von Volksfesten tragen sollen.  © CityPRESS Magdeburg

Nach dem Attentat im Dezember folgten in anderen Städten weitere Szenarien, in denen Autofahrer willentlich in Menschenmengen rasten.

Im Januar kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD) besseren Schutz für Volksfeste an. Doch schon damals warnten Schausteller davor, die Sicherheitskosten auf sie abzuwälzen.

"Für die Terrorabwehr ist der Staat zuständig und nicht Veranstalter", so Olaf Haase, Vorsitzender des Magdeburger Schaustellervereins, in einer Pressemeldung vom heutigen Freitag.

Magdeburg Kultur "Minihorror" am Theater Magdeburg: So gruselig ist ein Trip zu IKEA

"Unsere Security-Dienstleister sind ja auch nicht bewaffnet und haben kaum Rechte, Besucher zu kontrollieren. Die jüngsten Absagen von immer mehr Volksfesten aus Sicherheitsaspekten oder zu hohen Kosten bereiten uns große Sorgen."

Eintrittspreise zu erhöhen, würde letztendlich dafür sorgen, dass Volksfeste nicht mehr als solche bezeichnet werden können, glaubt Haase.

Anzeige

Der Magdeburger Schaustellerverein ist Gesellschafter des Magdeburger Weihnachtsmarkts, doch auch für Feste im Stadtpark Rotehorn und in der Innenstadt verantwortlich.

Mehr zum Thema Magdeburg Kultur: