Weihnachtsmarkt-Anschlag mit BMW: Wurde am Auto gepfuscht?

Magdeburg/Naumburg - Kurz vor Weihnachten fuhr der Attentäter Taleb A. (50) mit einem Mietwagen in eine Menschenmenge auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt. Das Tatauto wurde nach dem Anschlag untersucht - jetzt liegt ein erstes Gutachten vor.

Ein erstes Gutachten über das Tatauto vom Magdeburg-Anschlag liegt vor.  © Hendrik Schmidt/dpa

Wie die Volksstimme mit Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg schreibt, hätten alle Teile des Tatfahrzeugs einwandfrei funktioniert.

Die Bremsen und weitere wichtige Bauteile des Mietwagens, einem schwarzen BMW X3 SUV, wurden von den Ermittlern untersucht, hätten aber keine Auffälligkeiten gezeigt.

So könne eine Manipulation des Todes-Wagens zunächst ausgeschlossen werden. Es stünden aber noch weitere Untersuchungen aus, hieß es. So sollen etwa Telemetriedaten aus der Softwaretechnik noch ausgewertet werden.

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Der Magdeburg-Attentäter Taleb A. hatte den BMW einige Tage vor dem Anschlag bei einer Mietwagenfirma angemietet und ihn erst am Tag des 20. Dezembers abgeholt.

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Gutachten zum Magdeburg-Anschlag: Taleb A. wohl schuldfähig

Diese erste Erkenntnis reiht sich in die Schlange der Gutachten, die keine Auffälligkeiten ergaben. So wurde der 50-jährige Täter auf Drogen- und Alkoholkonsum getestet - negativ.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass Taleb A. komplett schuldfähig ist und es sich bei dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt um ein geplantes Verbrechen gehandelt haben dürfte.

Bei dem Anschlag kamen sechs Menschen ums Leben, knapp 300 wurden verletzt.

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