Leipzig - Eine Verfolgungsjagd durch Leipzig endete für einen Motorradfahrer am Mittwochnachmittag im Krankenhaus. Die Polizei befasst sich jetzt nicht nur deshalb intensiver mit dem Mann.
Aufgenommen hatten Polizeibeamte die Verfolgung bereits auf der A38 südlich von Leipzig, wie Polizeisprecherin Sandra Freitag am Donnerstag mitteilte.
Diese waren in Richtung Göttingen unterwegs, als sie den Biker kurz nach dem Dreieck Parthenaue wahrgenommen hatten und kontrollieren wollten.
Der Fahrer ließ sich am Parkplatz Pösgraben zunächst hinausziehen, doch als die Polizisten gerade ihren Wagen verließen, habe er plötzlich wieder Gas gegeben und sei über die Autobahn geflüchtet.
Gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften verfolgten die Beamten ihn über die B2, von der er in Markkleeberg ab- und Richtung Leipzig weiterfuhr. "Während der Verfolgungsfahrt verhielt sich der Motorradfahrer mehrfach rücksichtslos und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer durch seine Fahrweise", so Freitag weiter.
Flüchtiger mit geklautem Motorrad unterwegs - Polizei ermittelt wegen mehrerer Delikte
Die Flucht nahm nach rund 15 Kilometern gegen 16.10 Uhr ein jähes Ende, als der Verdächtige in der Gersterstraße im Leipziger Stadtteil Lößnig stürzte. Die Beamten identifizierten den Mann als einschlägig polizeibekannten Deutschen (27).
Der stand während der Fahrt vermutlich nicht nur unter Drogen und hatte auch welche bei sich, er war außerdem mit einem Motorrad unterwegs, das erst in der Nacht vom 21. zum 22. März im Stadtteil Lausen-Grünau geklaut gemeldet worden war.
Weil er Verletzungen erlitten hatte, wurde der 27-Jährige stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Dort wurde sogleich auch eine Blutentnahme durchgeführt.
Gegen ihn wird nun wegen diverser Vergehen ermittelt, darunter Gefährdung des Straßenverkehrs, Verdachts des besonders schweren Diebstahls und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.
Das Motorrad konnte seinem Besitzer übergeben werden.