Verfolgungsjagd endet mit Crash an Tankstelle: Flüchtige kommen zu Fuß nicht weit
Leipzig - Polizeikontrolle mit Folgen: Am späten Dienstagnachmittag traten drei Personen in einem Auto im Leipziger Norden die Flucht vor den Beamten an - und das offenbar aus gutem Grund.

Die Verfolgungsfahrt nahm circa 16.45 Uhr ab der Essener Straße ihren Lauf. Dort sollte der mit drei Personen besetzte VW Passat kontrolliert werden, doch die Anhaltesignale der Polizei wurden ignoriert.
Laut Polizeisprecherin Susanne Lübcke flüchtete der Fahrer zunächst über die Gegenfahrbahn zur Delitzscher Straße, bog an dieser schließlich ab und raste Richtung Wiederitzsch.
An der Star-Tankstelle krachte der Wagen schließlich in einen Aufsteller und kam zum Stehen.
Die drei Insassen flüchteten zu Fuß, doch schon in einer nahe gelegenen Gartenanlage konnte der Fahrer, ein 38-jähriger Russe, von den Polizisten gestellt werden.
Auch sein Beifahrer (40) wurde gefasst. Lediglich die dritte Person blieb verschwunden.

Auto und mehrere Kennzeichen geklaut

Bei den nachfolgenden Ermittlungen kam schließlich heraus, dass der VW in Sachsen-Anhalt gestohlen worden war. Das Kennzeichen gehörte auch nicht zum Fahrzeug und es wurden weitere geklaute Nummernschilder im Auto entdeckt.
Der 38-Jährige konnte keinen Führerschein vorweisen, stand zudem unter Drogen: Ein Schnelltest habe positiv auf Kokain und Amphetamine reagiert.
Ein entsprechendes Cliptütchen mit einer kristallinen Substanz sei bei ihm gefunden worden.
"Der Fahrer des VW muss sich nun unter anderem wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, des besonders schweren Falls des Diebstahls und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten", so die Sprecherin abschließend.
Titelfoto: Bildmontage: EHL Media/Erik-Holm Langhof