Spektakuläre Schau: Gerettete Glasmalereien aus der Ukraine in Köln zu sehen
Von Petra Albers
Köln - Mittelalterliche Glasmalereien aus dem Khanenko Museum in Kiew sind nun ein Jahr lang in Köln zu sehen.

Unter dem Titel "Licht in dunklen Zeiten" zeigt das Museum Schnütgen eine Auswahl an Kunstwerken, die vor einer Zerstörung durch den Krieg gerettet werden konnten. "Russland will auch das Kulturerbe der Ukraine entwerten", sagte die Direktorin des Khanenko Museums, Yuliya Vaganova.
Bereits kurz nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine 2022 sei das Museum durch einen Raketeneinschlag in unmittelbarer Nähe in Mitleidenschaft gezogen worden.
Viele Kunstwerke konnten gerade noch rechtzeitig gesichert werden, darunter auch die Glasmalerei-Sammlung, die durch Erschütterungen besonders gefährdet ist.
Zwölf der Malereien wurden im vergangenen Dezember unbeschadet nach Köln gebracht.
Die Ausstellung im Schnütgen sei nicht nur ein Beitrag zur Rettung der europäischen Kulturgüter, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und Freundschaft mit der Ukraine, sagte Kuratorin Manuela Beer.
Werke werden in der Kölner Dombauhütte restauriert

Die acht ausgestellten Kunstwerke umfassen Kirchenfenster und Kabinettscheiben aus Europa, etwa ein Bild des Apostels Paulus aus der Kathedrale von Soissons aus dem 13. Jahrhundert oder die aus Flandern stammende Malerei "Pfingstwunder" (1540).
Nach Ende der Ausstellung sollen die Werke in der Kölner Dombauhütte restauriert werden. Denn sie weisen laut Beer zum Teil Risse oder andere Beschädigungen auf, die jedoch bereits vor dem Krieg entstanden seien.
In die Ausstellung einbezogen sind Glasmalereien aus dem Bestand des Museum Schnütgen und der Peter und Irene Ludwig Stiftung.
Die insgesamt 30 Werke sind bis zum 12. April 2026 zu sehen.
Titelfoto: Oliver Berg/dpa