Silvester-Gewalt gegen Kölner Polizei: Drei verletzte Beamte durch Böllerwürfe!

Köln - Auch zu Beginn dieses Jahres haben Chaoten in der Silvesternacht die Polizei mit gezielten Feuerwerks-Würfen angegriffen. In Köln waren am Ende drei Beamte wegen Böllerverletzungen nicht mehr dienstfähig.

Die Polizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz, um für einen friedlichen Jahreswechsel in Köln zu sorgen.
Die Polizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz, um für einen friedlichen Jahreswechsel in Köln zu sorgen.  © Christoph Reichwein/dpa

Wie die Polizei in ihrer vorläufigen Einsatzbilanz am Neujahrstag mitteilte, hatten sich gegen 1 Uhr morgens Beamte zur Unterstützung eines Brandes in Porz eingefunden.

Dort soll ein etwa 1,90 Meter großer Mann, der etwa Anfang 20 gewesen sein soll, einen Böller gezielt gegen den Hals eines Polizisten geworfen haben.

Der Beamte wurde dabei verletzt und konnte seinen Dienst anschließend nicht fortsetzen.

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Außerdem ereignete sich gegen 0.30 Uhr im Görlinger Zentrum in Mengenich ein Zwischenfall, bei der ein Polizist von einem geworfenen Böller am Knie getroffen und verletzt wurde.

Zeitgleich warf ein weiterer Unbekannter am Hohenzollernring von hinten einen Knallkörper auf einen Polizisten, der dadurch eine Fußverletzung davontrug.

Böllern in der Innenstadt war auch diesmal tabu: Trotzdem hielten sich einige nicht daran.
Böllern in der Innenstadt war auch diesmal tabu: Trotzdem hielten sich einige nicht daran.  © Christoph Reichwein/dpa

Trotz Böller-Verbot in der Innenstadt: Polizei schreibt Dutzende Anzeigen

Immer wieder mussten die Beamten in der Silvesternacht Störenfriede festsetzen. Dieser Mann soll die Polizisten mit einer Glasflasche angegriffen haben.
Immer wieder mussten die Beamten in der Silvesternacht Störenfriede festsetzen. Dieser Mann soll die Polizisten mit einer Glasflasche angegriffen haben.  © Christoph Reichwein/dpa

Bis zum Einsatzende am Neujahrsmorgen gegen 5.30 Uhr hätten die Beamten insgesamt 57 Anzeigen wegen unerlaubtem Einsatz von Knallkörpern geschrieben.

Darüber hinaus wurden 30 Personen vorläufig festgenommen und rund 60 Platzverweise ausgesprochen.

Um einschätzen zu können, ob die diesjährige Silvesternacht insgesamt unruhiger war als im Vorjahr, fehlt aktuell noch eine genauere Aufstellung der erfassten Straftaten und Zwischenfälle - diese will die Polizei in rund einer Woche veröffentlichen.

Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa

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