Schöne Premiere in Kölner Innenstadt: Warum diese Straße plötzlich festlich beleuchtet wird
Köln - Die Venloer Straße in Köln-Ehrenfeld wird in diesem Jahr erstmals zum muslimischen Fastenmonat Ramadan festlich beleuchtet.
Die Leuchtelemente wie Halbmonde, orientalische Lampen und der Schriftzug "Ramadan" gehen auf eine Initiative von fünf Schwestern zurück.
Für sie ist die Aktion ein Ausdruck von Vielfalt. "Wir sind alle fünf gebürtige Kölnerinnen und wir sind sehr glücklich, hier geboren zu sein, wir lieben unsere Stadt und unser Veedel", sagte Rukiye, eine der Schwestern, im WDR Fernsehen.
Deshalb hätten sie einen Beitrag zur Verschönerung der Straße leisten wollen. Auf die Idee brachte sie eine Ramadan-Beleuchtung in London, wo eine der Schwestern ein Praktikum gemacht hatte.
Die Lichtelemente, die teilweise eigens angefertigt und durch Spenden finanziert wurden, sind an Laternenpfählen in der Venloer Straße - der Haupteinkaufsstraße von Ehrenfeld - befestigt, wie ein Sprecher des Energieunternehmens Rheinenergie bestätigte.
"Wir teilen ja vieles mit der deutschen Gesellschaft, vor allem unseren Döner", sagte Rukiye schmunzelnd in der Sendung. "Und wenn wir unseren Döner teilen, warum sollen wir dann nicht auch unser Fest teilen?" Ihre Schwester Saliha sagte: "Wenn ich auf diese Lichter schaue - das gibt mir so ein erfüllendes Gefühl."
Titelfoto: Henning Kaiser/dpa