Köln bekommt einen neuen Tunnel - Stadtrat beschließt Ausbau der Ost-West-Achse
Köln - Mit einer deutlichen Mehrheit hat sich der Kölner Stadtrat für den unterirdischen Ausbau der Ost-West-Achse zwischen Moltkestraße und Heumarkt entschieden.

Das Bauvorhaben ist ein Großprojekt mit enormer Bedeutung für den öffentlichen Nahverkehr, die Mobilitätswende sowie die Entwicklung der Kölner Innenstadt. Und das lässt sich die Stadt einiges kosten: Knapp 62 Millionen Euro sind laut Ratsbeschluss für den Tunnel-Neubau veranschlagt.
Konkret planen die Kölner Stadtverwaltung und die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) dabei die Infrastruktur für eine leistungsfähigere und zuverlässigere Linie 1. Das betrifft insgesamt 37 Haltestellen von "Bensberg" bis "Weiden West", an denen künftig längere Züge eingesetzt werden sollen.
In diesem Zusammenhang sollen nun fast alle Haltestellen der Linie 1 umgebaut und die Bahnsteige verlängert werden.
"Die KVB hat sich von Beginn an aus betrieblichen Gründen für eine unterirdische Lösung ausgesprochen. Denn in einem Tunnel können die Stadtbahnen störungsfrei und sicher verkehren", freut sich KVB-Chefin Stefanie Haaks gegenüber TAG24 über die Entscheidung für einen neuen Tunnel und ergänzt: "Unser Angebot wird hierdurch zuverlässiger und besser und damit kundenfreundlicher."
Zunächst einmal müssten nun aber die weiteren Schritte gemeinsam mit der Stadtverwaltung abgestimmt werden, betont das Unternehmen.
Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa