Ungewöhnlicher Polizeieinsatz in Sachsen: Waschbär "abgeführt"

Glauchau - Wenn der Waschbär plötzlich im Polizeiwagen sitzt. Ein ungewöhnlicher Einsatz erwartete die Polizei am Montagmorgen in Glauchau (Landkreis Zwickau) Ein Waschbär wurde von den Beamten "abgeführt". Doch was geschieht nun mit dem Tier?

Die Polizei fing das Tier ein und brachte es sicher im Streifenwagen unter.
Die Polizei fing das Tier ein und brachte es sicher im Streifenwagen unter.  © Polizei Sachsen

Gegen 6.45 Uhr bemerkte eine Autofahrerin einen ungewöhnlichen Verkehrsteilnehmer – ein Waschbär irrte orientierungslos auf der Fahrbahn umher. Besorgt rief sie die Polizei.

Die Beamten reagierten prompt: Mit Katzenfutter bewaffnet und einer vom Ordnungsamt geliehenen Hundetransportbox fuhr die Polizeistreife zur August-Bebel-Straße, wo sich der putzige Geselle befand.

"Eine Beamtin lockte zunächst den Waschbären mit dem Katzenfutter an. Ihr Kollege konnte dann den pelzigen Gesellen anpacken und in die Transportbox verfrachten", so eine Polizeisprecherin.

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Die Polizei Sachsen kommentierte den Vorfall humorvoll auf Facebook: "Fingerabdrücke ergaben keine Treffer."

Anschließend wurde der Waschbär einer Tierschutzorganisation übergeben. "Noch am Montag wurde der Waschbär in eine Pflegestelle gebracht, wo er auch von einem Tierarzt untersucht werden sollte", so ein Vertreter der Tierschutzorganisation. Laut Polizei handelt es sich dabei um eine Auffangstation für Wildtiere in Bautzen.

Auch das Landratsamt Zwickau ist über den Vorfall informiert. Dieses will sich in den kommenden Tagen dazu äußern. Wie es mit dem kleinen Ausreißer weitergeht, ist derzeit unklar. Die zuständigen Behörden befinden sich derzeit in Abstimmung.

Erstmeldung: 25. März, 12.13 Uhr, zuletzt aktualisiert: 16.10 Uhr

Titelfoto: Polizei Sachsen

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