Nach Flammen-Inferno in Solingen: Ermittler geben neue Details preis
Solingen - Zwei Tage nach dem schlimmen Brand in einem Mehrfamilienhaus mit 22 Verletzten hat die Staatsanwaltschaft neue Details preisgegeben.
Den jüngsten Ermittlungen zufolge gebe es weiterhin keinen konkreten Tatverdacht, teilte die Justiz am heutigen Dienstag mit.
Die Vernehmungen im Umfeld seien in vollem Gang, hieß es weiter. Ermittelt wird wegen vorsätzlicher Brandstiftung und versuchten Mordes.
Elf Bewohner waren wegen des Verdachts einer leichten Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt worden.
Eine Frau erlitt bei der Flucht aus dem Haus zusätzlich eine Verletzung am Fuß. Das Feuer war am frühen Sonntagmorgen ausgebrochen.
Die Ermittler suchen dringend Zeugen und Hinweisgeber, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge zur fraglichen Zeit beobachtet haben. Der erste Notruf war am Sonntag gegen 1.15 Uhr eingegangen.
39-Jähriger aus Solingen in Untersuchungshaft
Bei einem ebenfalls durch Brandstiftung verursachten Feuer waren am 25. März in Solingen vier Menschen ums Leben gekommen. Ein Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft.
Der 39-Jährige soll 14 Tage später erneut versucht haben, einen Menschen umzubringen: Er soll einen 44-jährigen Mann mit einer Machete angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben.
Titelfoto: Gianni Gattus/Blaulicht Solingen/dpa