Koch vor Gericht: Er soll eine Frau auf dem Feldweg vergewaltigt haben!

Görlitz - Schwere Vorwürfe gegen einen Koch aus der Oberlausitz.

Pablo B. (36) weist alle Vorwürfe zurück und hofft auch einen Freispruch im Landgericht Görlitz.
Pablo B. (36) weist alle Vorwürfe zurück und hofft auch einen Freispruch im Landgericht Görlitz.  © xcitepress/Thomas Baier

Am Landgericht Görlitz muss sich Pablo B. (36) wegen Vergewaltigung und Freiheitsberaubung verantworten.

Laut Anklage hatte er im BMW eine Frau aus Tschechien im Grenzgebiet missbraucht.

"Mein Mandant weist die Vorwürfe ausdrücklich zurück. Er räumt ein, dass es einvernehmlichen Sex gab", so der Anwalt von Pablo. "Seine Unschuld wird bewiesen werden."

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Laut Anklage war der Koch im Juli 2023 im Morgengrauen im tschechischen Warnsdorf im Wagen unterwegs, traf Tina (28, Name geändert).

Pablo soll die Frau auf einem Feldweg vergewaltigt haben

Das damalige Opfer wurde zu dem Vorfall angehört.
Das damalige Opfer wurde zu dem Vorfall angehört.  © xcitepress/Thomas Baier

"Ich war auf dem Weg zur Arbeit. Er fragte mich, wo ich hinwill", so Tina in ihrer stundenlangen Vernehmung im Prozess. Pablo habe angeboten, sie zu fahren. Sie stieg in den BMW. "Plötzlich bot er mir Geld an."

Zwar sagte sie ihm (per Google-Translation), dass sie weder Sex wolle noch Prostituierte sei, sondern nur zur Fabrik muss. Doch das ignorierte Pablo nach ihrer Aussage. "Er verriegelte die Tür und fuhr Richtung Deutschland", so die Frau.

Auf einem Feldweg bei Großschönau habe er sie mehrfach vergewaltigt. Unter Tränen schilderte Tina sämtliche Einzelheiten.

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"Er sagte immer, ich soll brav sein. Ich hatte solche Angst, dass er mich tötet", so die Zeugin. Danach habe Pablo sie zurück nach Tschechien gebracht. "Als ich ausstieg, zeigte er auf das Display meines Handys. Da ist ein Bild von meiner kleinen Tochter zu sehen. Er sagte, ich soll nichts sagen, sonst geht es mir und meinem Kind schlecht."

Doch sie rief die Polizei, kurz danach wurde Pablo ermittelt. Derzeit ist er auf Kaution draußen. Urteil folgt.

Titelfoto: Bildmontage: xcitepress/Thomas Baier

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