45-Jähriger verblutet auf offener Straße: Fünf Männer vor Gericht!

Von Simon Kremer

Stendal/Burg - Im Fall eines Syrers aus Burg bei Magdeburg, der im vergangenen September mit mehreren Messerstichen getötet wurde, hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlages erhoben.

Das Landgericht Stendal verhandelt den Fall um fünf Männer, die einen Syrer getötet haben sollen.
Das Landgericht Stendal verhandelt den Fall um fünf Männer, die einen Syrer getötet haben sollen.  © Jens Wolf/dpa

Wie ein Sprecher des Landgerichts Stendal mitteilte, sind fünf junge Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren angeklagt.

Der Hauptangeklagte stamme aus Iran, die vier Mitangeklagten kämen aus Syrien. Laut Anklage war der Hauptangeklagte der Auffassung, dass das spätere Opfer, ein 45 Jahre alter Schneider aus Syrien, ihm noch Geld schulde.

Ende September vergangenen Jahres sollen die Angeklagten dem Opfer aufgelauert und ihn in seinem Auto angegriffen haben.

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Die mit Sturmhauben vermummten Männer sollen die Fahrertür aufgerissen und sofort auf das Opfer eingestochen haben. Der 45-jährige Mann habe noch versucht, zu fliehen, sei aber aufgrund seiner Verletzungen zusammengebrochen.

Passanten fanden den Mann blutüberströmt auf einer Straße in Burg liegend. Trotz sofortiger Hilfe starb er noch vor Ort.

Der Prozess gegen die fünf Angeklagten soll im kommenden Monat beginnen. Es sind zunächst zehn Verhandlungstage festgesetzt.

Titelfoto: Jens Wolf/dpa

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