Bushido geht im Beef um "Carlo Cokxxx Nutten" gegen Fler als Gewinner hervor
Von Britta Schultejans
München/Berlin - Rapper Bushido (46) hat den Streit mit seinem Kollegen Fler (42) um den Schriftzug "Carlo Cokxxx Nutten" vor dem Landgericht München I für sich entschieden.

Ein bereits zuvor ergangenes Versäumnisurteil wurde vom Gericht bestätigt.
Demnach sei die Klage von Bushido gegen Fler begründet, und Fler muss grundsätzlich Schadenersatz zahlen. Die Höhe wurde allerdings noch nicht festgelegt.
"Dem Kläger steht ein Anspruch auf Unterlassung der Nutzung des Werkes" zu, heißt es in dem Urteil. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über das Urteil berichtet.
Die beiden Rapper hatten schon seit Jahren um die Nutzung des Schriftzugs und des dazugehörigen Logos mit dem stilisierten Bild einer Messerklinge gestritten. Bushido wollte mit der jetzt erfolgreichen Klage vor allem erreichen, dass Fler mit Schriftzug und Logo bedruckte Produkte wie Sticker oder Lederjacken nicht länger online verkaufen darf.
Fler: "Auf der Straße haben wir trotzdem das Patent"

"Auf der Straße haben wir trotzdem das Patent", schrieb Fler nach der Niederlage vor Gericht auf Instagram und kündigte an: "Wir gehen in Berufung."
Der Name "Carlo Cokxxx Nutten" geht auf ein Studioalbum von Bushido aus dem Jahr 2002 zurück, an dem auch Fler mitwirkte. 2021 wollte Fler ein eigenes Album unter diesem Titel veröffentlichen.
Nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung in Berlin änderte er den Namen aber in "Cancel Culture Nightmare". Dazu bot er Fanboxen im Internet an. Neben dem Album fanden Fans darin unter anderem Sticker oder Lederjacken, auf denen das Bild und der Schriftzug "Carlo Cokxxx Nutten" prangen.
Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Rapper "Beef" haben, wie in der Szene Auseinandersetzungen genannt werden. Ihre Streits trugen sie auch über Songtexte und teilweise auch vor Gericht aus. 2019 etwa wurden einige Zitate ein Fall die Justiz. Das Landgericht München I untersagte Fler bestimmte Äußerungen über Bushidos Kinder.
Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa, Sebastian Willnow/dpa (Bildmontage)