Revision im Prozess um Mord auf Bahngleis eingelegt

Von Irena Güttel

Nürnberg - Der Prozess um den Mord an einem Bewusstlosen auf einem Bahngleis könnte in eine weitere Runde gehen.

Die drei Angeklagten wurden in der vergangenen Woche zu lebenslanger Haft, beziehungsweise neun und 13 Jahren Gefängnis verurteilt.
Die drei Angeklagten wurden in der vergangenen Woche zu lebenslanger Haft, beziehungsweise neun und 13 Jahren Gefängnis verurteilt.  © Daniel Karmann/dpa

Die Verteidigung habe für alle drei Angeklagten Rechtsmittel eingelegt, sagte eine Justizsprecherin.

Das Nürnberger Landgericht hatte einen 32-Jährigen in der vergangenen Woche zu lebenslanger Haft verurteilt, die beiden Mitangeklagten zu neun und 13 Jahren Haft.

Die drei angetrunkenen Leiharbeiter aus Litauen hatten dem Urteil zufolge einen 48-Jährigen im April vergangenen Jahres in einer Monteurunterkunft in Neumarkt in der Oberpfalz nach einem Streit zu Boden geschlagen.

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Danach schleppten sie ihn zu der nahe gelegenen Bahnstrecke, legten ihn auf ein Gleis und schlugen ihn bewusstlos. Kurze Zeit später überrollte ein Güterzug den Mann.

Der Vorsitzende Richter sprach bei der Urteilsverkündung von einem abscheulichen Mord.

Zahlreiche Menschen in Büros an der Bahnstrecke hätten den gewaltsamen Tod des 48-Jährigen mit ansehen müssen. Die Lokführerin des Güterzugs leide noch immer unter dem Vorfall.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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