Neue Spur zu Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg
Hannover - Seit Kurzem läuft der Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette (66). Nach ihren früheren Komplizen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg wird weiterhin gefahndet.

Die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt Niedersachsen wandten sich am Donnerstag mit einem erneuten Zeugenaufruf und neueren Bildern von Staub an die Bevölkerung.
Mittlerweile verdichten sich demnach die Hinweise, dass sich das Trio medizinisch zumeist privatärztlich hat behandeln lassen. Die Rechnungen der Behandlungen wurden offenbar stets in bar gezahlt.
Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass Staub und Garweg weiterhin medizinische Behandlungen gegen Barzahlungen vornehmen lassen, da möglicherweise keine Krankenversicherung besteht.
Bei Staub vermuten die Beamten zudem, dass er Brillenträger ist und dadurch in regelmäßigen Abständen Augenärzte und/oder Optiker aufsuchen könnte.
Ermittler hoffen auf Hinweise zu Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg

Wie Garweg soll auch Staub andere Namen benutzt haben. Laut Zeugen soll er sich vorrangig mit dem Vornamen Peter vorgestellt haben, so auch von Klette und Garweg bezeichnet worden sein.
Zudem soll er folgende Namen benutzt haben: Volker Gertner, Adnan Yücel, Jens Peter Grundmann, Georg Schmidt, Ulrich Schulte, Matias Kaliran, Michael Jansen, Robert Hagen, Kircali Aziz, Michael Theiss, Rolf Krause und Hans Roth.
Die Ermittler wollen in diesem Zuge wissen:
- Können Berufstätige im Gesundheitswesen Angaben zu den beiden Gesuchten oder ihren Aliaspersonalien im Kontext medizinischer Untersuchungen machen?
- Haben die Tatverdächtigen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg für medizinische Behandlungen in bar bezahlt?
- Können Wohnungsvermieter/-innen oder Autoverkäufer/-innen (auch private Verkäufer/-innen), welche noch nicht von der Polizei vernommen worden sind, Angaben zu den Aliaspersonalien des Gesuchten Ernst-Volker Staub machen?
Hinweise werden unter der Rufnummer 0511/9873-7400, an jeder Polizeidienststelle oder über das Hinweisgeberportal entgegengenommen.
Titelfoto: Fotomontage: Landeskriminalamt Niedersachsen