Fahndung der Kriminalpolizei: Wer hat diese Frau gesehen?
Fulda/Künzell - Es geht um dreisten Betrug - die Kriminalpolizei im osthessischen Fulda fahndet öffentlich mit einem Phantombild nach einer unbekannten Frau.
Die Gesuchte war an einem Trickbetrug in der osthessischen Stadt Künzell beteiligt, dabei verlor eine ältere Dame "Wertsachen in Höhe eines mittleren fünfstelligen Geldbetrags", wie ein Sprecher der Polizei am heutigen Mittwoch erklärte.
Das Verbrechen ereignete sich demnach bereits am 7. Februar, es handelte sich dabei um einen sogenannten "Schockanruf".
Die in Künzell lebende Seniorin erhielt einen Anruf, in dem vermeintliche Polizeibeamte ihr eröffneten, dass ihre Tochter angeblich einen schweren Autounfall verursacht habe. Die Betrüger behaupteten weiter, dass bei diesem Crash eine schwangere Frau überfahren worden sei, weshalb die Tochter der älteren Damen nun in psychiatrischer Behandlung sei.
"Damit sie wieder aus der Psychiatrie entlassen werden könne, müsse die Mutter nun eine hohe fünfstellige Summe aufbringen", schilderte der Polizeisprecher eine weitere Lüge der Verbrecher.
Die ältere Frau aus Künzell fiel auf den Trick herein: Sie übergab Wertsachen an eine unbekannte Frau.
Eben diese Abholerin ist es, zu der nun ein Phantombild vorliegt.
Polizei mahnt Bevölkerung wegen Schockanrufen generell zu Wachsamkeit
Die gesuchte Betrügerin wird wie folgt beschrieben:
- etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß
- von korpulenter Statur
- rundliches Gesicht
- dunkle schulterlange Haare.
Bei dem Trickbetrug in Künzell war die Gesuchte mit einer dunklen längeren Jacke und einem hellen Rock bekleidet. Hinweise auf die Unbekannte nimmt die Polizei in Osthessen unter der Telefonnummer 06611050 entgegen
Zudem mahnten die Ermittler die Bevölkerung generell zu mehr Wachsamkeit, Betrugsversuche mit Schockanrufen ereigneten sich immer wieder.
"Die Polizei und auch alle anderen Personen der Justiz rufen niemals bei Ihnen an und fordern die Übergabe von Geld oder Wertsachen", unterstrich der Polizeisprecher.
Titelfoto: Montage: Christian Müller/dpa, Bodo Marks/dpa, Polizeipräsidium Osthessen