Von Bernhard Sprengel
Hamburg - Die Hamburger Polizei setzt zur Überwachung des Straßenverkehrs nun auch Drohnen ein. Vor einigen Wochen sei die Dokumentation von Rotlichtverstößen mithilfe von Aufnahmen aus der Luft bei einer Verkehrskontrolle erprobt worden, teilte ein Polizeisprecher mit.
Der Leiter der Verkehrsdirektion, Enno Treumann, hatte bei der Vorstellung der Verkehrssicherheitsbilanz für 2024 in der vergangenen Woche bereits erklärt, dass die Polizei Drohnen zur Überwachung des Verkehrs einsetze.
Dabei gehe es um die Geschwindigkeit und den Abstand, die Handy-Nutzung am Steuer sowie illegale Autorennen. Die Drohnen würden nur der Beobachtung dienen und keine Bilder machen, hieß es.
Den neuen Angaben zufolge wurden mehrere Autofahrer, die das Rotlicht missachteten, mithilfe von Drohnen erwischt.
"Mit der inzwischen sehr guten Bildtechnik können also Kraftfahrzeuge mit den Kennzeichen und den Überfahrzeiten (also auch ob ein Verstoß unter oder über einer Sekunde vorliegt) in entsprechender Qualität aufgezeichnet und anschließend damit Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden", erklärte der Polizeisprecher.
Wie viele Rotlichtsünder aus der Luft erwischt wurden, blieb unklar. Die Polizei verwies auf die Ergebnisse eines Schwerpunkteinsatzes vom 15. Januar. Dabei waren insgesamt 270 Rotlichtverstöße von Autofahrern, 100 von Fahrradfahrern und einer von einem Fußgänger erfasst worden.