Dreiviertel Million Pakete bleiben liegen: Post streikt kurzfristig

Hamburg - Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG ruft die Verdi zu Warnstreiks in allen Paketzentren in Hamburg, Neumünster und Neustrelitz auf. Die Arbeit soll noch am heutigen Dienstagabend niedergelegt werden.

Die Mitarbeitenden in den Paketzentren in Hamburg, Neumünster und Neustrelitz sind dazu aufgerufen worden, ihre Arbeit niederzulegen.
Die Mitarbeitenden in den Paketzentren in Hamburg, Neumünster und Neustrelitz sind dazu aufgerufen worden, ihre Arbeit niederzulegen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Die Streiks sollen bis zum Mittwochmorgen andauern, was dazu führe, dass etwa 750.000 Paketsendungen unbearbeitet bleiben, wie Verdi in einer Mitteilung am Dienstagabend mitteilte.

Verdi kritisiert das jüngste Arbeitgeberangebot als unzureichend, da es zu spürbaren Reallohnverlusten führen würde.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 170.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung von sieben Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie zusätzliche Urlaubstage.

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Die Arbeitgeber hatten zuletzt ein Angebot mit einer Entgeltsteigerung von 1,8 Prozent ab Juli 2025 und weiteren 2 Prozent ab Oktober 2026 gemacht, was von Verid als nicht ausreichend angesehen wird.

"Mit den ausgeweiteten Warnstreiks zeigen die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben, dass sie deutlich mehr von ihrem Arbeitgeber erwarten. Wir erwarten in der vierten Verhandlungsrunde in der nächsten Woche ein verbessertes Angebot, das einigungsfähig ist", so Lars-Uwe Rieck, Landesbezirksfachbereichsleiter Postdienste, Speditionen und Logistik in Nord/Hamburg.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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