Blog zur Bürgerschaftswahl: Thering will kein Schwarz-Grün

Hamburg - Hamburg wählt genau eine Woche nach der vorgezogenen Bundestagswahl erneut. Die Wahl zur 23. Hamburgischen Bürgerschaft findet am Sonntag, dem 2. März 2025, statt.

Wer wird ab 2025 im Hamburger Rathaus regieren? (Archivbild)
Wer wird ab 2025 im Hamburger Rathaus regieren? (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Bleibt die SPD mit Bürgermeister Peter Tschentscher (59) stärkste Kraft? Werden die Grünen unter Katharina Fegebank (48) weitere fünf Jahre mitregieren oder die Sozialdemokraten sogar überflügeln?

Oder wird Dennis Thering (40) die CDU in die Regierung führen und Rot-Grün ablösen?

Und wie schneiden die anderen Parteien ab? Schaffen es FDP und BSW über die Fünf-Prozent-Hürde - oder gar Volt? Wie viele Hamburger wählen die AfD? Wo wird die Linke landen?

CDU verrät: Das hat die Partei nach Wahlsieg mit Hamburg vor
Bürgerschaftswahl Hamburg 2025 CDU verrät: Das hat die Partei nach Wahlsieg mit Hamburg vor

Im TAG24-Bürgerschaftswahl-Blog erfahrt Ihr alle Neuigkeiten rund um die Kandidaten, Parteien, Programme und alles Weitere aus der Hamburger Politik.

27. Februar, 17.30 Uhr: Wahlkampfendspurt - Merz und Baerbock in Hamburg

Zum Wahlkampfabschluss für die Bürgerschaftswahl am Sonntag haben CDU und Grüne noch einmal Bundesprominenz nach Hamburg geladen.

Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Dennis Thering erwartet am Freitag um 18 Uhr im Cruise Center den CDU-Bundesvorsitzenden und Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (69). Die Grünen wiederum wollen auf dem Gänsemarkt um 17 Uhr mit Außenministerin Annalena Baerbock (44) und der früheren Parteichefin Ricarda Lang (31) bei den Wählerinnen und Wählern punkten.

Ursprünglich sollte Vizekanzler Robert Habeck (55) die Grünen-Spitzenkandidatin und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank unterstützen. Nach seinem Rückzug aus der ersten Reihe nach dem schlechten Abschneiden der Grünen bei der Bundestagswahl wurde dies jedoch geändert.

27. Februar, 16 Uhr: CDU-Chef schließt vor Wahl Koalition mit Grünen aus

CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering schließt eine Koalition mit den Grünen aus. Eine entsprechende Meldung des "Hamburger Abendblatts" bestätigte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die Grünen müssten nach der Wahl auch in Hamburg in die Opposition, sagte Thering. "Ich schließe eine solche Koalition ausdrücklich aus." Bislang hatte Thering, der am Sonntag als Bürgermeisterkandidat der CDU antritt, sich auf keine Koalitionsaussage eingelassen – allerdings auch keinen Hehl daraus gemacht, dass es mit der SPD stärkere Überschneidungen gebe als mit den Grünen.

Spekuliert Dennis Thering (40, CDU) auf Rot-Schwarz?
Spekuliert Dennis Thering (40, CDU) auf Rot-Schwarz?  © Marcus Brandt/dpa

27. Februar, 14.46 Uhr: SPD bei Hamburg-Wahl vorn – CDU vor Grünen

Kurz vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg steht die SPD einer Umfrage zufolge weiter deutlich vorn. Die Partei des amtierenden Bürgermeisters Peter Tschentscher kommt in der Erhebung des Instituts Insa auf 32 Prozent.

Die CDU landet mit 17 Prozent knapp auf dem zweiten Platz und zieht damit an den Grünen (16 Prozent) vorbei, wie aus der von "Bild" beauftragten Umfrage hervorgeht. Zuvor veröffentlichte Befragungen anderer Institute hatten die Grünen in Hamburg jeweils vor der CDU gesehen. Reicht das für eine Fortsetzung von Rot-Grün oder wird die SPD auf Rot-Schwarz setzen?

Die Linke kommt demnach auf 13 Prozent und steigert sich damit im Vergleich zur letzten Infratest-dimap-Umfrage kurz vor der Bundestagswahl um 3 Prozentpunkte. Die AfD kommt laut Insa auf 11 Prozent. FDP und BSW würden mit jeweils 3 Prozent der Stimmen nicht in die Bürgerschaft einziehen.

Bürgermeister Peter Tschentscher liegt bei einer Umfrage mit der SPD weiter deutlich vorne.
Bürgermeister Peter Tschentscher liegt bei einer Umfrage mit der SPD weiter deutlich vorne.  © Marcus Brandt/dpa

27. Februar, 13.03 Uhr: Letztes Triell vor der Bürgerschaftswahl

Drei Tage vor der Bürgerschaftswahl treffen sich die Spitzenkandidaten von SPD, Grünen und CDU zu einem weiteren Triell.

Bei der Diskussionsrunde unter dem Motto "Hamburg hat die Wahl" debattieren Peter Tschentscher (SPD), Katharina Fegebank (Grüne) und Dennis Thering (CDU) am Donnerstag (19.30 Uhr) im NDR. Die Diskussionsrunde ist das vierte und letzte Triell der drei Kandidaten.

Die Fernsehdebatte läuft im Programmplatz des "Hamburg Journals" und ist auch in der "ARD Mediathek" zu sehen. Eine Diskussionsrunde mit den Spitzenkandidaten von Linke, AfD, BSW und FDP strahlte der NDR bereits am Mittwoch aus.

Dennis Thering (CDU, v.l.n.r.), Katharina Fegebank (Grüne) und Peter Tschentscher (SPD) treffen erneut aufeinander.
Dennis Thering (CDU, v.l.n.r.), Katharina Fegebank (Grüne) und Peter Tschentscher (SPD) treffen erneut aufeinander.  © Marcus Brandt/dpa

27. Februar, 5.55 Uhr: Spitzenkandidaten im Porträt

Indirekt entscheiden die Wähler am Sonntag auch über den künftigen Bürgermeister.

Dennis Thering (40, CDU), Katharina Fegebank (47, Bündnis 90/Die Grünen) und Amtsinhaber Peter Tschentscher (59, SPD) stehen zur Wahl. Mehr lest Ihr in einem kurzen Überblick über die drei Kandidaten.

26. Februar, 15.48 Uhr: Linke widersprechen Tschentscher

Hamburgs Linke haben der Behauptung von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) widersprochen, sie hätten eine Regierungsbeteiligung ausgeschlossen.

"Die Linke hat nie gesagt, wir sind nicht gesprächsbereit oder nicht offen für Gespräche", sagte die Linken-Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl, Cansu Özdemir (36). Für sie entscheidend seien jedoch die Inhalte, etwa der Kampf gegen Armut, niedrigere Mieten oder ein NSU-Untersuchungsausschuss. Özdemir sagte, die Linken seien schon immer gesprächsbereit gewesen.

Cansu Özdemir (36) ist Spitzenkandidatin der Linken für die Bürgerschaftswahl in Hamburg. (Archivbild)
Cansu Özdemir (36) ist Spitzenkandidatin der Linken für die Bürgerschaftswahl in Hamburg. (Archivbild)  © Georg Wendt/dpa

26. Februar, 10 Uhr: CDU will Hamburg zur waffenfreien Zone machen

Die CDU will ganz Hamburg zur waffenfreien Zone machen. Die dazu notwendige Gesetzesänderung wolle er im Falle eines Wahlsiegs seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl am kommenden Sonntag anstoßen, sagte CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering der Deutschen Presse-Agentur.

Straftaten mit Messern und Schusswaffen gehörten in der Stadt inzwischen zum traurigen Alltag. Deshalb reiche es nicht aus, nur in bestimmten Zonen Waffenverbote auszusprechen. In ihrem Wahlprogramm hatte die CDU bereits angekündigt, Hamburg zur sichersten Großstadt in Deutschland machen zu wollen und dabei auch eine Ausweitung der Waffenverbotszonen gefordert.

25. Februar, 12.20 Uhr: Tschentscher warnt vor instabilen Verhältnissen in Hamburg

Angesichts eines "desaströsen Wahlergebnisses" seiner SPD bei der Bundestagswahl hat Peter Tschentscher vor instabilen Verhältnissen nach der anstehenden Bürgerschaftswahl gewarnt.

"Wir haben am Wahlsonntag gesehen, dass in diesem Land die politische Mitte zerbröselt", sagte er. Sein Ziel sei für Hamburg die Fortsetzung der Koalition mit den Grünen "mit einem möglichst starken Anteil der SPD". Durch das Erstarken der Linken könnten aber insbesondere die Grünen so geschwächt werden, dass es für ein Zweierbündnis nicht mehr reiche.

Eine Zusammenarbeit mit den Linken kommt für Tschentscher jedoch nicht infrage, da die Linke selbst eine Regierungsbeteiligung ausgeschlossen habe.

Bürgermeister Peter Tschentscher (59, SPD) will am liebsten weiter mit den Grünen regieren – oder allein.
Bürgermeister Peter Tschentscher (59, SPD) will am liebsten weiter mit den Grünen regieren – oder allein.  © Marcus Brandt/dpa

21. Februar, 7 Uhr: Umfrage sieht SPD vorne

Anderthalb Wochen vor der Bürgerschaftswahl liegt die SPD nach einer Umfrage trotz Verlusten deutlich in Führung. Die Partei von Bürgermeister Peter Tschentscher liegt nach einer ARD-Vorwahlumfrage von Infratest dimap bei 32 Prozent, wie die "tagesschau" berichtet.

Vor fünf Jahren hatten die Sozialdemokraten noch 39,2 Prozent der Stimmen bekommen. Der Koalitionspartner Grüne könnte demnach mit 18 Prozent rechnen. 2020 waren die Grünen auf 24,2 Prozent gekommen.

Die CDU kann nach ihrem historisch schlechten Ergebnis aus 2020 von 11,2 Prozent laut der Umfrage mit 17 Prozent rechnen. Ins Parlament schaffen es demnach auch die Linke und die AfD mit jeweils zehn Prozent. Für FDP, Volt und BSW würde es mit jeweils drei Prozent nicht reichen.

20. Februar, 11.11 Uhr: Rekord beim Wahl-O-Mat

Das Interesse am Wahl-O-Mat zur Bürgerschaftswahl ist riesig. Die Landeszentrale für politische Bildung meldet einen Nutzerrekord.

Mit Stand vom 18. Februar 2025, 14.17 Uhr, wurde er 447.983 Mal genutzt, heißt es am Donnerstagvormittag. Damit wurden zwei Wochen vor der Hamburg-Wahl wurden die Nutzungszahlen im Vergleich zur Bürgerschaftswahl 2020 deutlich übertroffen. Vor fünf Jahren waren es rund 334.000 Nutzer.

Der Wahl-O-Mat verkürzt regelmäßig vor Wahlen die Wahlprogramme auf wenige Fragen. (Archivbild)
Der Wahl-O-Mat verkürzt regelmäßig vor Wahlen die Wahlprogramme auf wenige Fragen. (Archivbild)  © Sebastian Kahnert/dpa

18. Februar, 17.10 Uhr: Weiteres Triell vor Bürgerschaftswahl in Hamburg

Vor der Hamburger Bürgerschaftswahl am 2. März treffen die Spitzenkandidaten von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU in einem weiteren TV-Triell aufeinander.

Die Runde mit Peter Tschentscher (58, SPD), Katharina Fegebank (47, Die Grünen) und Dennis Thering (40, CDU) wird am 27. Februar von 19.30 Uhr bis 21 Uhr im NDR ausgestrahlt.

Bereits am 26. Februar (18 Uhr/NDR) treffen die Spitzenkandidaten der vier kleineren Parteien (FDP, BSW, AfD und Die Linke) in einer Diskussionsrunde aufeinander. Beide Sendungen werden von Julia-Niharika Sen (57) und Susanne Stichler (55) moderiert.

Peter Tschentscher (58, SPD, r.), Katharina Fegebank (47, Die Grünen) und Dennis Thering (40, CDU) treten am 27. Februar in einem weiteren TV-Triell gegeneinander an.
Peter Tschentscher (58, SPD, r.), Katharina Fegebank (47, Die Grünen) und Dennis Thering (40, CDU) treten am 27. Februar in einem weiteren TV-Triell gegeneinander an.  © Marcus Brandt/dpa

15. Februar, 16.20 Uhr: Hamburger CDU legt 100-Tage-Programm vor

Für den Fall einer Regierungsbeteiligung nach der Bürgerschaftswahl hat die CDU ein 100-Tage-Programm vorgelegt.

Es sehe schnelle und wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs vor, sagte der Landes- und Fraktionsvorsitzende Dennis Thering, der auch als Spitzenkandidat antritt. Die Prioritäten lägen in den Bereichen Verkehr, Sicherheit, Wirtschaft, Familie sowie Innenstadt und Wohnungsbau.

"Damit machen wir deutlich, dass es für die Menschen einen Unterschied macht, wenn die CDU am Senat beteiligt ist", sagte Thering. "Da wir auch auf Bundesebene regieren werden, lässt sich vieles in enger Abstimmung mit dem Bund leichter umsetzen."

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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