Blog zur Bürgerschaftswahl: Merz stärkt Hamburger CDU den Rücken

Hamburg - Hamburg wählt genau eine Woche nach der vorgezogenen Bundestagswahl erneut. Die Wahl zur 23. Hamburgischen Bürgerschaft findet am Sonntag, dem 2. März 2025, statt.

Wer wird ab 2025 im Hamburger Rathaus regieren? (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Bleibt die SPD mit Bürgermeister Peter Tschentscher (59) stärkste Kraft? Werden die Grünen unter Katharina Fegebank (48) weitere fünf Jahre mitregieren oder die Sozialdemokraten sogar überflügeln?

Oder wird Dennis Thering (40) die CDU in die Regierung führen und Rot-Grün ablösen?

Und wie schneiden die anderen Parteien ab? Schaffen es FDP und BSW über die Fünf-Prozent-Hürde - oder gar Volt? Wie viele Hamburger wählen die AfD? Wo wird die Linke landen?

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025 Hamburger CDU-Chef über AfD: "Arbeiten mit denen nicht zusammen"

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28. Februar, 20.53 Uhr: Merz stärkt Hamburger CDU vor Wahl den Rücken

Zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg hat Bundestagswahlsieger Friedrich Merz (69, CDU) seinen Parteifreunden in der Hansestadt den Rücken gestärkt.

Auch in Hamburg sei es Zeit für einen Politikwechsel, sagte Merz bei einer Veranstaltung zum Abschluss des Bürgerschaftswahlkampfs der Hamburger CDU in der Hafencity. Einen Wahlsieg für die Union in Hamburg gab Merz dabei aber nicht als Ziel für die CDU vor – die Partei liegt in Umfragen deutlich hinter der SPD.

Die Wähler hätten bei der Bürgerschaftswahl jedoch die Chance, die CDU "mindestens eben auf den zweiten Platz" zu bringen und nicht mehr auf dem dritten Platz zu lassen, sagte Merz.

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CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering (40) trat zusammen mit Bundestagswahlsieger Friedrich Merz (69) in der HafenCity auf.  © Marcus Brandt/dpa

28. Februar, 20.19 Uhr: Grüne werben mit Baerbock

Außenministerin Annalena Baerbock (44) hat beim Wahlkampfendspurt der Grünen für die Bürgerschaftswahl in Hamburg um Wählerstimmen und eine hohe Wahlbeteiligung geworben.

"Jetzt erst recht: Einstehen, aufstehen und zur Wahl gehen diesen Sonntag", sagte die Grünen-Politikerin auf dem Hamburger Gänsemarkt. Begleitet wurde Baerbock von der früheren Grünen-Bundesvorsitzenden Ricarda Lang. Beide machten sich für Hamburgs Grünen-Spitzenkandidatin, die Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, stark.

Ein progressives und weltoffenes Hamburg könne es nur geben, wenn die Grünen weiter im Stadtstaat mitregierten. "Es wird einen Unterschied machen, ob demnächst auch in Hamburg (...) die SPD mit der CDU regiert", mahnte Baerbock.

Die Grüne Spitzenkandidatin Katharina Fegebank bekam Unterstützung von Außenministerin Annalena Baerbock (44).  © Ulrich Perrey/dpa

27. Februar, 20.45 Uhr: Tschentscher wirbt für hohe Wahlbeteiligung

Zum Wahlkampfabschluss hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher noch einmal um Stimmen und eine hohe Beteiligung bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag geworben.

"Es geht um Hamburg und da brauchen wir eine mindestens so große Wahlbeteiligung wie zur Bundestagswahl am letzten Sonntag", sagte der SPD-Spitzenkandidat am Donnerstagabend im Klubhaus St. Pauli. An der Bundestagswahl hatten sich in Hamburg mehr als 80 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt.

Bürgermeister Peter Tschentscher sprach beim Wahlkampfabschluss der SPD.  © Christian Charisius/dpa

27. Februar, 20.06 Uhr: Showdown der Bürgermeisterkandidaten im NDR-Triell

Bei ihrem letzten direkten Aufeinandertreffen vor der Bürgerschaftswahl haben die Spitzenkandidaten von SPD, Grünen und CDU im NDR-Fernsehen über mögliche künftige Regierungsoptionen gesprochen.

Obwohl CDU-Landes- und Fraktionschef Dennis Thering in dem Triell eine Koalition mit den Grünen ausschloss, sah Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach wie vor ein "politisches Risiko". "Meine Befürchtung ist, dass, wenn es für eine schwarz-grüne Mehrheit reicht, sie es auch tun würden", sagte er.

Tschentscher hatte sich bereits früh für eine Fortsetzung von rot-grün als Wunschoption ausgesprochen. Die Grünen-Spitzenkandidatin, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank warnte vor einer Regierung von SPD und CDU.

"Wenn man nach Berlin schaut, da werden wir jetzt eine schwarz-rote Regierung haben. Das ist in Hamburg überhaupt nicht ausgeschlossen", sagte sie.

27. Februar, 17.30 Uhr: Wahlkampfendspurt - Merz und Baerbock in Hamburg

Zum Wahlkampfabschluss für die Bürgerschaftswahl am Sonntag haben CDU und Grüne noch einmal Bundesprominenz nach Hamburg geladen.

Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Dennis Thering erwartet am Freitag um 18 Uhr im Cruise Center den CDU-Bundesvorsitzenden und Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (69). Die Grünen wiederum wollen auf dem Gänsemarkt um 17 Uhr mit Außenministerin Annalena Baerbock (44) und der früheren Parteichefin Ricarda Lang (31) bei den Wählerinnen und Wählern punkten.

Ursprünglich sollte Vizekanzler Robert Habeck (55) die Grünen-Spitzenkandidatin und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank unterstützen. Nach seinem Rückzug aus der ersten Reihe nach dem schlechten Abschneiden der Grünen bei der Bundestagswahl wurde dies jedoch geändert.

27. Februar, 16 Uhr: CDU-Chef schließt vor Wahl Koalition mit Grünen aus

CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering schließt eine Koalition mit den Grünen aus. Eine entsprechende Meldung des "Hamburger Abendblatts" bestätigte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die Grünen müssten nach der Wahl auch in Hamburg in die Opposition, sagte Thering. "Ich schließe eine solche Koalition ausdrücklich aus." Bislang hatte Thering, der am Sonntag als Bürgermeisterkandidat der CDU antritt, sich auf keine Koalitionsaussage eingelassen – allerdings auch keinen Hehl daraus gemacht, dass es mit der SPD stärkere Überschneidungen gebe als mit den Grünen.

Spekuliert Dennis Thering (40, CDU) auf Rot-Schwarz?  © Marcus Brandt/dpa

27. Februar, 14.46 Uhr: SPD bei Hamburg-Wahl vorn – CDU vor Grünen

Kurz vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg steht die SPD einer Umfrage zufolge weiter deutlich vorn. Die Partei des amtierenden Bürgermeisters Peter Tschentscher kommt in der Erhebung des Instituts Insa auf 32 Prozent.

Die CDU landet mit 17 Prozent knapp auf dem zweiten Platz und zieht damit an den Grünen (16 Prozent) vorbei, wie aus der von "Bild" beauftragten Umfrage hervorgeht. Zuvor veröffentlichte Befragungen anderer Institute hatten die Grünen in Hamburg jeweils vor der CDU gesehen. Reicht das für eine Fortsetzung von Rot-Grün oder wird die SPD auf Rot-Schwarz setzen?

Die Linke kommt demnach auf 13 Prozent und steigert sich damit im Vergleich zur letzten Infratest-dimap-Umfrage kurz vor der Bundestagswahl um 3 Prozentpunkte. Die AfD kommt laut Insa auf 11 Prozent. FDP und BSW würden mit jeweils 3 Prozent der Stimmen nicht in die Bürgerschaft einziehen.

Bürgermeister Peter Tschentscher liegt bei einer Umfrage mit der SPD weiter deutlich vorne.  © Marcus Brandt/dpa

27. Februar, 13.03 Uhr: Letztes Triell vor der Bürgerschaftswahl

Drei Tage vor der Bürgerschaftswahl treffen sich die Spitzenkandidaten von SPD, Grünen und CDU zu einem weiteren Triell.

Bei der Diskussionsrunde unter dem Motto "Hamburg hat die Wahl" debattieren Peter Tschentscher (SPD), Katharina Fegebank (Grüne) und Dennis Thering (CDU) am Donnerstag (19.30 Uhr) im NDR. Die Diskussionsrunde ist das vierte und letzte Triell der drei Kandidaten.

Die Fernsehdebatte läuft im Programmplatz des "Hamburg Journals" und ist auch in der "ARD Mediathek" zu sehen. Eine Diskussionsrunde mit den Spitzenkandidaten von Linke, AfD, BSW und FDP strahlte der NDR bereits am Mittwoch aus.

Dennis Thering (CDU, v.l.n.r.), Katharina Fegebank (Grüne) und Peter Tschentscher (SPD) treffen erneut aufeinander.  © Marcus Brandt/dpa

27. Februar, 5.55 Uhr: Spitzenkandidaten im Porträt

Indirekt entscheiden die Wähler am Sonntag auch über den künftigen Bürgermeister.

Dennis Thering (40, CDU), Katharina Fegebank (47, Bündnis 90/Die Grünen) und Amtsinhaber Peter Tschentscher (59, SPD) stehen zur Wahl. Mehr lest Ihr in einem kurzen Überblick über die drei Kandidaten.

26. Februar, 15.48 Uhr: Linke widersprechen Tschentscher

Hamburgs Linke haben der Behauptung von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) widersprochen, sie hätten eine Regierungsbeteiligung ausgeschlossen.

"Die Linke hat nie gesagt, wir sind nicht gesprächsbereit oder nicht offen für Gespräche", sagte die Linken-Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl, Cansu Özdemir (36). Für sie entscheidend seien jedoch die Inhalte, etwa der Kampf gegen Armut, niedrigere Mieten oder ein NSU-Untersuchungsausschuss. Özdemir sagte, die Linken seien schon immer gesprächsbereit gewesen.

Cansu Özdemir (36) ist Spitzenkandidatin der Linken für die Bürgerschaftswahl in Hamburg. (Archivbild)  © Georg Wendt/dpa

26. Februar, 10 Uhr: CDU will Hamburg zur waffenfreien Zone machen

Die CDU will ganz Hamburg zur waffenfreien Zone machen. Die dazu notwendige Gesetzesänderung wolle er im Falle eines Wahlsiegs seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl am kommenden Sonntag anstoßen, sagte CDU-Spitzenkandidat Dennis Thering der Deutschen Presse-Agentur.

Straftaten mit Messern und Schusswaffen gehörten in der Stadt inzwischen zum traurigen Alltag. Deshalb reiche es nicht aus, nur in bestimmten Zonen Waffenverbote auszusprechen. In ihrem Wahlprogramm hatte die CDU bereits angekündigt, Hamburg zur sichersten Großstadt in Deutschland machen zu wollen und dabei auch eine Ausweitung der Waffenverbotszonen gefordert.

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