Alarm am Hauptbahnhof Frankfurt: Frau ins Gleisbett gestoßen, dann kommt S-Bahn

Frankfurt am Main - Eine 25-Jährige entging kürzlich im Hauptbahnhof Frankfurt nur knapp einem schrecklichen Zusammenstoß: Um ein Haar wäre sie von einer einfahrenden S-Bahn erfasst worden!

Am Gleis 102 im unterirdischen Bereich des Frankfurter Hauptbahnhofs kam es zu einer Attacke und in der Folge beinahe zu einem schrecklichen Zusammenstoß. (Symbolbild)  © Montage: Andreas Arnold/dpa (2)

Der Vorfall ereignete sich am zurückliegenden Dienstag gegen 12.15 Uhr am Gleis 102 in der unterirdischen B-Ebene des Hauptbahnhofs, wie die Bundespolizei in Frankfurt am heutigen Donnerstag mitteilte.

Demnach wurde die 25-Jährige ohne ersichtlichen Grund von einer 36 Jahre alten Frau attackiert. Die Täterin packte den Arm der jungen Frau und schleuderte sie ins Gleisbett.

Zum Glück bekamen Zeugen den Vorfall mit und eilten dem Opfer zu Hilfe. Sie zogen die 25-Jährige zurück auf den Bahnsteig.

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"Gerade noch rechtzeitig, denn keine Minute später fuhr eine S-Bahn ein", fügte ein Polizeisprecher hinzu.

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Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof: Polizei bringt Verdächtige in Psychiatrie

Die Polizei konnte rasch die mutmaßliche Täterin identifizieren: Die 36-Jährige wurde in eine Psychiatrie gebracht. (Symbolbild)  © Carsten Rehder/dpa

Die 25-Jährige erlitt durch den Sturz in das Gleisbett Verletzungen. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes versorgten sie und brachten sie in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Die Polizei fahndete unterdessen nach der mutmaßlichen Täterin. Die 36-Jährige wurde noch im Bereich des Hauptbahnhofs angetroffen und festgenommen.

Offenbar war die Verdächtige in einem verwirrten Zustand: "Sie wurde vorübergehend in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht", hieß es weiter. Das Motiv hinter der Attacke am Gleis 102 ist noch völlig unklar. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

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Erst im Januar war es am Frankfurter Hauptbahnhof zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Damals wurde eine 37-Jährige von einem Bahnsteig auf die Gleise gestoßen. Zum Glück stoppte eine heranfahrende Bahn rechtzeitig.

In der Mainmetropole wecken derartige Taten stets besonders dunkle Erinnerungen: In Jahr 2019 hatte ein geistig verwirrter Mann eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn vor einen heranfahrenden Zug gestoßen - der Junge starb.

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